SuperMUC heißt der neue Hochleistungsrechner, den das Leibniz-Rechenzentrum jetzt bei IBM und Intel geordert hat. Die 3 Petaflops verlangen nach einer speziellen Heißwasserkühlung.
SuperMUC, der 2012 fertig werden soll, basiert auf 14.000 Xeon-Prozessoren und IBMs Rechnerarchitektur System x iDataPlex. Für IBM und Intel, die jetzt den Vertrag für den Bau unterzeichnet haben, ist es das bisher größte gemeinsame Supercomputing-Projekt.
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Neben der hohen Leistungsfähigkeit zeichnet sich SuperMUC durch eine spezielle Form der Kühlung aus. Die so genannte Heißwasserkühlung hat IBM zum ersten Mal bei dem Superrechner Aquasar in Zürich eingesetzt. Auf dieser Technologie basiert auch die Klimatisierung des bayerischen Hochleistungsrechners. Laut IBM soll diese bis zu 40 Prozent effizienter sein als eine herkömmliche Luftkühlung.
Das Leibniz-Rechenzentrum betreut für die beiden Münchner Universitäten sowie für die Bayerische Akademie der Wissenschaften das wissenschaftliche Datennetz in München. Außerdem stellt das LRZ für Forschungsprojekte Rechenleistung zur Verfügung. Das LRZ unterstützt Projekte aus der Kosmologie über Seismologie und Erdbebenvorhersage bis hin zu medizinischer Forschung. Aufgrund dieses breiten wissenschaftlichen Spektrums hat sich der Betreiber auch für einen General Purpose-Computer entschieden. Auf den Einsatz spezieller Akzeleratoren wurde daher ebenfalls verzichtet.
SuperMUC wird sich nach der Fertigstellung in die europäische Hochleistungs-Infrastruktur ‘Prace’ einklinken (Partnership for Advanced Computing in Europe). Und bis 2019 soll dieses europäische Hochleistungs-Grid sogar in den Exaflops-Bereich vorstoßen.
Würde SuperMUC mit 3 Petaflops bereits heute in Betrieb gehen, erreichte der deutsche Superrechner sogar Rang eins der Supercomputer-Weltrangliste. Hier steht derzeit mit 2,5 Petaflops Tianhe-1A aus China. In 24 Monaten allerdings werden 3 Petaflops, was der Rechenleistung von 110.000 PCs entspricht, für einen Spitzenplatz nicht mehr ausreichen.
“SuperMUC ermöglicht eine bisher nicht erreichbare Energieeffizienz zusammen mit einer extrem hohen Spitzenleistung durch die massive Parallelisierung der Intel Multicore-Prozessoren und die Nutzung der innovativen Heißwasserkühlungstechnologie von IBM”, so Arndt Bode, Leiter des LRZ. Mit diesem Ansatz ließe sich die Performance eines Supercomputer weiter steigern, ohne gleichzeitig den Energieverbrauch in die Höhe zu treiben.
Insbesondere das IBM Entwicklungszentrum in Böblingen steuert in diesem Projekt Erfahrung im Bereich der Energieeffizienz bei, die sich in Projekten wie dem IBM Aquasar Supercomputer bewährt hat.
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3 Kommentare zu Deutschlands neuer 3-Petaflops-Supercomputer
SuperMUC-Kühlung
Bei der Lektüre des Artikels über den neuen Petaflop-Rechner des Leibniz-RZ ist mir eine Unstimmigkeit aufgefallen. Im Text ist die Rede von 40 Prozent Effizienzgewinn bei der neuartigen Heißwasserkühlung, im Text zum ersten Bild dagegen steht etwas von einer 4000mal (viertausend!!) effizienteren Kühlung. Beherrsche ich vielleicht die Prozentrechnung nicht??
Frank Raudszus
SuperMUC-Kühlung
Hallo Herr Raudszus,
Ich habe die Zahlen aus der IBM-Pressemitteilung übernommen. Die 40 Prozent aus dem Text beziehen sich auf die Klimatisierung des Rechenzentrums. Der Faktor 4000 bezieht sich aber meines Erachtens auf die Kühlleistung direkt am Chip.
P.S. Davon abgesehen, war Prozentrechnen nie eine besondere Stäreke von mir.
Liebe Grüße
Martin Schindler
Superkühlung……
Ihre Erklärung leuchtet ein. Damit sind wir beide rehabilitiert…;-)
MfG
Frank Raudszus