Yahoo streicht Mannschaft nochmal zusammen

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Nach wochenlangen Spekulationen steht nun fest, dass Yahoo erneut Mitarbeiter entlassen wird. Für den Internetkonzern ist es die dritte Entlassungswelle seit 2008. Wie es heißt müssen knapp 600 Mitarbeiter gehen – das entspricht etwa vier Prozent der Gesamtbelegschaft.

Yahoo betont, dass Personal weltweit von den “Veränderungen” betroffen ist – und nicht nur in den USA. Wo genau die Stellen wegfallen sollen, sagte der Konzern allerdings nicht.

Die heutigen Änderungen der Personalpolitik sind Teil unserer anhaltenden Strategie, Yahoo optimal für Umsatzwachstum und Gewinn zu positionieren und den Markt mit Produkten zu versorgen, die sich von denen der Konkurrenz abheben”, heißt es in einer Pressemeldung. “Wir stellen weiter weltweit ein, um unsere Prioritäten zu unterstützen. Yahoo ist dankbar für die wichtigen Beiträge der betroffenen Mitarbeiter. Wir bieten ihnen Abfindungen und Hilfe bei der Arbeitssuche an.”

Yahoo-Chefin Carol Bartz hat seit ihrem Amtsantritt im Januar 2009 in mehreren Runden bereits 2000 Stellen gestrichen, um die Kosten zu drücken. Yahoo tut sich seit Jahren schwer, seine hohen Nutzerzahlen in Gewinne umzumünzen. Bei der Internetsuche hat sich der Konzern mittlerweile mit Microsoft verbündet.

Der Internetriese kämpft darum, sich gegenüber der Konkurrenz von Google und Facebook zu behaupten. Der Nettogewinn von Yahoo hatte sich unter der Führung der Vorstandsvorsitzenden Carol Bartz im dritten Quartal des Jahres mehr als verdoppelt, doch die Aussichten für das vierte Quartal sind enttäuschend. Zuletzt gingen Gerüchte über eine Übernahme durch den Onlinedienst AOL und die Beteiligungsgesellschaft KKR um.