Top oder Flop? Mobile Betriebssysteme 2010

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In kaum einen Segment der IT-Branche ist es 2010 so hoch her gegangen wie im Smartphone-Geschäft: Apple erlebte sein “Antennagate”, Microsoft erfand sich neu, und Android hatte die Sonnenseite gebucht. Am Ende des Jahres haben die Anwender nun die Qual der Wahl.

Die Zeiten, in denen alleine ein iPhone den Weg aus der “mobilen Steinzeit” ebnete, sind seit diesem Jahr endgültig vorbei. Vor allem die Verkaufszahlen von Android-Handys haben sich quasi von Monat zu Monat gesteigert. Sie punkten nicht nur mit mehr Offenheit und einem geringeren Preis – sondern vor allem auch einer Benutzerführung, die sich nicht verstecken muss.

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Viel beachtet wurde auch die Einführung von Windows Phone 7 im Spätherbst – der Launch galt allgemein als letzte Chance für Microsoft, in dem Markt noch Fuß zu fassen. Nur wenige glaubten wirklich daran. Einige Woche später hat sich die Stimmung gedreht. Immer mehr Branchenbeobachter gestehen dem mobilen Betriebssystem ernsthafte Chancen zu. Unsere US-Kollegen etwa kamen in ihrer Bewertung zwar noch zu keinem endgültigen Ergebnis – listen aber einige Punkte auf, die das mobile Betriebssystem zu einem ernsthaften Player auf dem Markt machen.

Anderen ist es wesentlich schwerer gefallen, Anschluss an die neue Smartphone-Welt zu finden. Blackberry-Hersteller RIM zum Beispiel. Blackberry OS 6.0 bringe zwar einige Verbesserungen. Insgesamt aber wirke das Betriebssystem uninspiriert und bleibe hinter RIMs Möglichkeiten zurück. Ähnlich auch die Experten-Einschätzung für Symbian 3. Die Software sei ein Schritt in die richtige Richtung, wirke aber im Vergleich zur Konkurrenz immer noch sperrig und unkreativ.

Offenbar ist man sich bei Nokia der Defizite bewusst. Der finnische Hersteller kündigte jetzt an, die Markteinführung des Symbian-3-Smartphone E7 zu verschieben. Das Gerät soll nun erst Anfang 2011 auf den Markt kommen. Man wolle ein bestmögliches Nutzererlebnis garantieren, sagte ein Unternehmenssprecher. Konkrete Gründe oder einen neuen Termin für den Verkaufsstart nannte er jedoch nicht.

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