Opera 11 ist auch erweiterbar

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Der Freeware-Browser Opera unterstützt jetzt auch Erweiterungen und erlaubt es, Tabs in Gruppen zu organisieren. Seit der ersten Beta-Version haben sich die Entwickler auf Stabilität und Performance konzentriert.

Opera hat die finale Version von Opera 11 nur zwei Tage nach dem letzten Release Candidate veröffentlicht. Ein neues Mail-Paneel, ein überarbeitetes Adressfeld, eine Gruppenfunktion für Tabs und Support für Erweiterungen sind die wichtigsten Neuerungen in Opera 11.

Für mehr Sicherheit sorgt das neue Adressfeld. Lange Web-Adressen verkürzt der Browser, so dass der Anwender schneller sehen kann, ob er eine sichere Seite aufgerufen hat. Daneben blendet der Browser auch Informationen zum Sicherheitsstatus der Seite ein.

Tabs ordnete Opera bislang nebeneinander an. Bei vielen offenen Seiten litt hier die Übersicht. Das Feature Tab Stacking fasst mehrere Tabs in einer Gruppe zusammen. Dazu müssen die einzelnen Seiten lediglich übereinander gezogen werden. Ein Klick auf einen Reiterstapel zeigt alle darin enthaltenen Einzeltabs wie gewohnt nebeneinander an, ein weiterer führt sie wieder zusammen. Bleibt der Nutzer mit dem Mauszeiger auf einer Gruppe, erscheint eine Vorschau auf alle enthaltenen Elemente. Opera erläutert die Funktionsweise in einem Video.

Die Alphaversion von Opera 11 zeigte zum ersten Mal Erweiterungen, über die sich der Browser anpassen lässt. Neue Add-ons können bei Opera heruntergeladen werden. Einige Add-ons, wie zum Beispiel NoAds, Youtube-Loader oder der Cross-Browser Passwortmanager LastPass sind bereits zum Start der Vollversion verfügbar. Dennoch will Opera auch an dem Widget-Framework festhalten.

Die Entwickler haben außerdem die mit Opera 5.1 eingeführten Mausgesten vereinfacht und mit einer eingeblendeten Befehlsübersicht ergänzt. So hat der Nutzer stets die verfügbaren Mausgesten parat.

Das neue Mail-Paneel zeigt in der neuen Version abonnierte RSS-Feeds an, ohne dass dafür ein E-Mail-Konto vorhanden sein muss. Es öffnet sich automatisch mit einem Mail-Tab. Wird ein normaler Reiter ausgewählt, verschwindet der RSS-Reader wieder.

Opera 11 wächst zudem näher mit Google zusammen. Für die automatische Suche muss nur noch ein Begriff eingegeben werden. Wahlweise kann ein Suchbegriff auch mit einem “g” versehen direkt ins Adressfeld eingegeben werden. Weitere Verbesserungen betreffen die Geschwindigkeit zum Beispiel über Turbo Mode (vor allem für Nutzer mit langsamen Verbindungen) und die Stabilität. Neu ist auch der Support für HTML5, eine Auto-Update-Funktion sowie eine verbesserte Installation des Browsers. Ein Plugin sorgt für ein sicheres und schnelles Laden von Adobe Flash, Apple QuickTime oder Microsoft Silverligt. Bis zu 30 Prozent Performance-Gewinn gegenüber der Opera 10.63 auf Linux melden die Entwickler. Eine Liste aller Änderungen findet sich im aktuellen Changelog.

Opera 11 steht ab sofort für Windows, Mac OS X, Linux und FreeBSD zum Download bereit.

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