Kartellverfahren gegen die Telekom

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Die EU weitet jetzt eine kartellrechtliche Untersuchung eines slowakischen Tochterunternehmens auch auf den Mutterkonzern aus.

Mit dieser erweiterten Untersuchung solle geprüft werden, inwieweit die Telekom an den Aktivitäten der Slovak Telekom beteiligt war. Der Carrier steht im Verdacht, den Wettbewerb bei Breitbandzugängen und Kommunikationsdiensten in der Slowakei zu behindern.

Laut EU-Kommission bedeutet die Einleitung eines Verfahrens nicht, dass schlüssige Beweise für eine Zuwiderhandlung vorliegen, sondern nur, “dass sie die Sache vorrangig behandeln wird”.

Die EU startete die Untersuchung der Slovak Telekom im April 2009. Im August des gleichen Jahres leitete die Kommission auch ein Prüfverfahren gegen die Telekomunikacja Polska ein. Es bestehe der Verdacht, dass die beiden Ex-Monopolisten ihre marktbeherrschende Stellung missbraucht hätten.

Für Kartellverfahren gebe es keine verbindlichen Abschlussfristen, teilte die EU-Kommission zudem mit. Sie habe im Zuge der Prüfverfahren Beweismaterial gesammelt, das Aufschluss über die Beziehung zwischen der Slovak Telekom und ihrer Muttergesellschaft gebe.

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