WikiLeaks: Bank of America überweist nicht mehr

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Die Bank of America wird keine Überweisungen mehr an WikiLeaks weiterleiten. Das Verhalten der Enthüllungsplattform stehe im Widerspruch zu den Anforderungen, die die Bank an Überweisungen stelle, hieß es in einer Erklärung des Instituts.

Möglicherweise gibt es aber noch andere Gründe für die Entscheidung der Bank of America, immerhin eines der größten Kreditinstitute der Vereinigten Staaten. WikiLeaks hat angekündigt, Anfang des Jahres Dokumente über unethisches Verhalten einer US-Bank zu veröffentlichen. Es wird angenommen, dass es sich dabei um die Bank of America handelt.

Grund: Im November hatte WikiLeaks-Gründer Julian Assange gegenüber Forbes angekündigt, er bereite die Veröffentlichung von Unterlagen über eine US-Bank vor, aber nicht den Namen genannt. 2009 hatte er jedoch in einem Interview gesagt, er sei im Besitz von 5 GByte Daten von einer Festplatte einer Führungskraft der Bank of America.

Die Bank selbst beschreibt die Gründe für den Zahlungsstopp dagegen so: “Die Entscheidung basiert auf berechtigten Annahmen, dass WikiLeaks möglicherweise in Aktivitäten verwickelt ist, die unter anderem unvereinbar mit unseren internen Richtlinien für die Abwicklung von Zahlungen sind.”

WikiLeaks kontert: “Wir fordern alle, die die Freiheit lieben, dazu auf, ihre Konten bei der Bank of America zu kündigen”, teilte WikiLeaks per Twitter mit. “Machen Sie Geschäfte mit der Bank of America? Unser Rat ist, legen Sie ihr Geld an einem sichereren Ort an.”

Vor der Bank of America hatten bereits die Finanzdienstleister MasterCard, Paypal und Visa Europe ähnliche Maßnahmen ergriffen. Für WikiLeaks wird es dadurch immer schwieriger, sich durch Spenden zu finanzieren.

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