Telekom-Spitzelaffäre bald abgeschlossen

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Die Spitzelaffäre der Deutschen Telekom soll offenbar demnächst endgültig zu den Akten gelegt werden. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Focus und beruft sich dabei auf Bonner Justizkreise.

Die Staatsanwaltschaft wolle keine neuen Schritte gegen Ex-Vorstandschef Kai-Uwe Ricke und Ex-Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel einleiten, berichtet das Magazin. Grund: Die Aussagen von Klaus Trzeschan, des zu dreieinhalb Jahren Haft verurteiltenehemaligen Sicherheitschefs, seien zu vage, um die Ermittlungen wieder aufzunehmen. Die Staatsanwaltschaft wolle den Fall deshalb endgültig zu den Akten legen.

Anfang September hatte Trzeschan Ricke schwer belastet. Dieser sei von Anfang an informiert gewesen. Ricke hatte ebenso wie Zumwinkel lange im Verdacht gestanden, von den Bespitzelungen gewusst zu haben.

Die Telekom hält aber offenbar ihre Schadensersatz-Ansprüche gegen die alte Konzernspitze aufrecht. ‘Wir werden unsere Forderungen in Höhe von knapp einer Million Euro gegen Ricke und Zumwinkel im Jahr 2011 geltend machen’, zitiert das Blatt einen Unternehmenssprecher. Über die nächsten Schritte werde entschieden, wenn das Urteil vorliegt, das für Februar kommenden Jahres erwartet wird.