US-Börsenaufsicht untersucht den Fall Mark Hurd

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Die US-Börsenaufsicht SEC will genauer untersuchen, was hinter dem Rauswurf von Mark Hurd als Chef von Hewlett-Packard steckt. Ein Thema ist dabei die mögliche Weitergabe von Insider-Informationen.

Wie das Wall Street Journal berichtet, geht es unter anderem um Vorwürfe, wonach Hurd 2008 vertrauliche Informationen über die damals geplante Übernahme von Electronic Data Systems weitergegeben haben soll.

Den Quellen der Zeitung zufolge interessiert sich die Börsenaufsicht auch für die unkorrekten Spesenabrechnungen, mit denen Hurd eine Beziehung zu Jodie Fisher, einer Mitarbeiterin eines Subunternehmens, vertuschen wollte. Fisher soll zudem die Person sein, die Hurd vorzeitig über den Kauf von EDS informiert haben soll.

Hurd habe außerdem vor seinem Weggang von HP Beweise vernichtet, heißt es weiter in dem Bericht. Wie weit die Ermittlungen der SEC schon fortgeschritten sind, sei nicht bekannt. Es bestehe zudem die Möglichkeit, dass keine Anklage erhoben werde.

Im August musste Mark Hurd überraschend seinen Chefsessel bei HP räumen. Der Aufsichtsrat hatte ihm den Rücktritt wegen Verstößen gegen die Unternehmensrichtlinien nahegelegt. Grund war eine enge persönliche Beziehung zu Jodie Fisher, über die er den Aufsichtsrat nicht informiert hatte. Anfang November tauchte zudem ein Brief von Fishers Anwältin Gloria Allred an Mark Hurd auf, worin Hurd unter anderem vorgeworfen wird, er habe Fischer im März 2008 auf einem HP-Event in Madrid von HPs Plänen zur Übernahme von EDS erzählt.

Hurds neuer Arbeitgeber ist Oracle. Seit Anfang September bekleidet er den Posten eines Co-Präsidenten und ist zudem Mitglied im Aufsichtsrat.

Fotogalerie: Auf der Bühne: Ellison, Hurd und Dell

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