SAP kommt für Oracles Prozesskosten auf

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Zu der Rekordstrafe von 1,3 Milliarden Dollar im TomorrowNow-Prozess muss der Walldorfer Konzern nun auch noch für die Prozesskosten aufkommen.

120 Millionen Dollar beziehungsweise mehr als 91 Millionen Euro muss SAP an Oracle für Anwalts- und Prozesskosten bezahlen. Diese Zahl wurde jetzt in einem Dokument des Bezirksgerichts in Oakland veröffentlicht.

Offenbar hatten sich SAP und Oracle bereits vor Prozessende über diese Summe geeinigt. Diese Einigung war auch dem Gericht bekannt, wurde jedoch in den vergangenen Wochen unter Verschluss gehalten.

Über die Tochter TomorrowNow hatte SAP Support-Dokumente im Namen von Oracle-Anwendern heruntergeladen, die über die SAP-Tochter günstigeren Software-Support bezogen. Dabei hatte SAP mehr Dokumente als rechtmäßig heruntergeladen.

Nach einem rund einem Monat dauernden Gerichtsverfahren wurde SAP durch Geschworene zur Zahlung der Rekordsumme von 1,3 Milliarden Dollar verurteilt. Jetzt muss noch eine Jury das Urteil für rechtskräftig befinden. Erst im Anschluss an diesen Beschluss wolle SAP prüfen, ob weitere Rechtsmittel in Anspruch genommen werden.

Für die gerichtliche Auseinandersetzung, die seit 2007 geführt wird, hat SAP im Vorfeld insgesamt nur 160 Millionen Dollar zurückgestellt, deutlich zu wenig, wie sich jetzt herausstellt.

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