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Wie man Kinder am besten vor den Gefahren des Internets schützen kann, ist ein bislang ungelöstes Problem. “Die Gefahr ist hoch, dass Kinder dort zu Opfern, aber auch zu Tätern werden”, sagt Dr. Gisbert Voigt, Vizepräsident der Ärztekammer Niedersachsen.

Aus diesem Grund hat sich Voigt dafür eingesetzt, dass die Ärztekammer Niedersachen – als bisher einzige ärztliche Organisation – Mitglied im Bündnis White IT ist. “Die allermeisten Kinder sind ohne Aufsicht im Internet unterwegs und auch ohne einen Browser, der bestimmte Webseiten blockt”, sagt Voigt im Gespräch mit silicon.de.

Dadurch sei nicht nur die Gefahr sehr groß, dass Kinder und Jugendliche auf problematische Inhalte stoßen. “Zudem muss man wissen, dass die vielen Chats, die auch durch das Web 2.0 entstanden sind, systematisch von potentiellen Tätern aufgesucht werden, um dort den Kontakt mit Minderjährigen zu suchen.” Diese Gefahr sei den Eltern nicht bewusst. Deshalb ist es nach Voigts Worten ein Anliegen der Ärztekammer, die Eltern für das Thema zu sensibilisieren.

Kinder die auf Webseiten mit pornographischen Inhalten geraten, sind zutiefst traumatisiert, weil sie mit diesen Inhalten überfordert sind und diese nicht einordnen können. “Daraus können sich womöglich psychische Störungen der Kinder entwickeln, bis hin zu schweren Essstörungen und schweren depressiven Reaktionen oder auch Aggressionen.” Wie Kinder auf eine solche Erfahrung reagieren, sei sehr unterschiedlich, jedoch immer ein Zeichen dafür, dass sie “zutiefst psychisch verunsichert sind”.

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Ein Kommentar zu “Kinder meist ohne Aufsicht im Internet”

  • 23.12.2010 um 14:32 von PMa

    Das war schon immer so …
    Ich bin schon mit den ersten Zeilen nicht einverstanden, was kann denn das Internet für die Misere? Das Internet ist zuallererst ein Transport-Medium, so wie weiland die Post.
    Niemand wäre ersthaft auf die Idee gekommen, der Post eine Schuld an irgenwelchen Verbrechen (Kinderpornografie) zu geben. Sie hat den Müll nur transportiert, von A nach B, gegen Entgelt.
    Der Fehler liegt doch im System an sich, Kinder werden geparkt, in Kindergärten und Horten, von Erziehung ist da keine Spur, das ist Aufbewahrung. Wenn sie dann wieder zu Hause sind: ab an den Computer, Kontrolle – Fehlanzeige!
    Und wenn im Internet Pornografie ungesichert angeboten wird, dann muss man eben die Urheber belangen, nicht den Spediteur. Ein Messer kann zum schneiden von Fleisch und Gemüse benutzt werden, aber auch um jemanden abzustechen. Ist das Messer schlecht oder derjenige, der es benutzt – wofür auch immer?
    Also Finger weg vom Internet, es sei denn wir wollen Zensur!
    Sollen doch die Behörden ihre Aufgaben erledigen, in diesem Fall die Strafverfolgung, dann muss nicht an der Technik geschraubt werden, was ein Politiker ohnehin nicht beherrscht. Wir zahlen doch dafür, dass es eine Strafverfolgung gibt und das nicht zu knapp – dann sollen die doch auf Verbrecherjagd gehen, nicht uns, die Zahler, jagen.
    In diesem Sinne allen Networkern ein frohes Fest und einen guten Rutsch …
    Der PMa

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