Internationale Leser-Umfrage: Mehrheit für WikiLeaks

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Unsere Schwesterpublikation ZDNet.de hat in den vergangenen Tagen eine Umfrage zum Thema WikiLeaks durchgeführt. In Deutschland machten fast 1000 Leser mit – besonders interessant ist auch der Vergleich mit den Ergebnissen der internationalen Leserbefragung.

Konkret stimmten in Deutschland fast 90 Prozent der insgesamt 987 Umfrageteilnehmer der Veröffentlichung vertraulicher Dokumente durch WikiLeaks zu. Auf weniger Sympathie trifft die Whistleblower-Site beim amerikanischen Publikum: 46 Prozent lehnen die Bekanntgabe vertraulicher Dokumente ab. Doch auch hier steht eine Mehrheit von 51 Prozent hinter dem Vorgehen von WikiLeaks. Unter den ZDNet-Lesern aus Asien und Australien, England und Frankreich ist die Zustimmung mit über 75 Prozent ebenfalls sehr groß. Das japanische ZDNet-Publikum stimmt mit knapp 60 Prozent dem Vorgehen von WikiLeaks zu. Die Ergebnisse der internationalen ZDNet-Leserumfrage im Detail.

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Seit den jüngsten WikiLeaks-Enthüllungen hat es in Deutschland mehrere Erhebungen zu dem Thema gegeben – mit recht unterschiedlichen Ergebnissen. So zum Beispiel die repräsentative Umfrage des Forsa-Instituts: Danach sind 58 Prozent der Bundesbürger der Ansicht, dass geheime Dokumente nicht veröffentlicht werden sollten. Bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sprechen sich hingegen 78 Prozent der Befragten für eine Veröffentlichung aus.

Entsprechend der grundsätzlichen Zustimmung der deutschen ZDNet-Leser zu den Aktivitäten der Plattform, fielen auch die Reaktionen auf die anderen Fragen aus. 85,9 Prozent halten die Veröffentlichungen von WikiLeaks für sinnvoll. 86,4 Prozent glauben, dass WikiLeaks mit der Veröffentlichung vor allem die Bürger besser informieren möchte.

Im Hinblick auf die Motivation gehen die Meinungen international auseinander. ZDNet-Leser aus den USA, Frankreich, Großbritannien und Japan sehen mehrheitlich politische Motive für die Veröffentlichung. Das ZDNet-Publikum aus Asien und Australien sowie Deutschland teilt diese Ansicht mehrheitlich nicht.

“Digitalen Sitzblockaden” gegen WikiLeaks-Gegner in Form von DDos-Attacken sind ebenfalls umstritten. 44 Prozent der deutschen Leser betrachten das als legitime Form des Protests, ein geringfügig größerer Anteil (46,1 Prozent) hält nichts von. Auch international überwiegt die Ablehnung. Lediglich in französische ZDNet-Leser erachten mit einer knappen Mehrheit solche Attacken als legitime Protestform.

Auch interessant: Die Veröffentlichung von WikiLeaks nehmen nur die wenigsten – zwischen 19 und 25 Prozent – zum Anlass über die Sicherheitsrichtlinien ihrer Unternehmen nachzudenken. Lediglich in den USA wollen 40 Prozent die Sicherheitsstandards überprüfen. Deutschland liegt hier mit einem Anteil von 20 Prozent im Durchschnitt.

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