Rendite mit Nachhaltigkeit

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Nach Meinung des Marktforschers Experton Group entwickelt sich Nachhaltigkeit schnell zu einem wichtigen Leistungsindikator für Unternehmen – interne Gruppen, aber auch Meinungsbildner und die Finanzmärkte achten inzwischen auf diese Steuerungsgröße.

So wurde Henkel 2009 als einziges deutsches Unternehmen in den ‘Dow Jones Sustainability World Index’ (DJSI World) als Branchenführer in der FMCG-Kategorie aufgenommen. Henkels ‘Sustainability Report 2009’ wies eine 25-prozentige Reduzierung im CO2-Ausstoss, einen 26 Prozent reduzierten Energieverbrauch, 37 Prozent weniger Wasserverbrauch und 12 Prozent weniger Abfall aus.

Deshalb muss die wachsende Bedeutung der Nachhaltigkeit verstanden und in den Unternehmenszielen berücksichtigt werden. Der Business Case für nachhaltigen Umweltschutz steht für eine Verbesserung mangelhafter Geschäftspraktiken und ineffizienter Prozesse sowie für ein geringeres Abfallaufkommen. Investitionen in Best Practices, die die Nachhaltigkeit fördern, können jährlich eine Rendite von 100 Prozent erwirtschaften, manchmal sogar noch mehr. Und so kann man entsprechend starke Wirtschaftlichkeitsberechnungen aufstellen, die eine Implementierung von umweltschützenden Praktiken unbedingt rechtfertigen.

Solche Business Cases sollten einerseits die in den einzelnen Fachabteilungen und insgesamt zu erzielenden direkten Einsparungen berücksichtigen, andererseits auch indirekte Einsparungen und externe Förderprogramme mit einbeziehen. Mit Hilfe von so genannten EPM-Tools (Environmental Performance Management) kann man die Ausgangssituation bewerten, für das Unternehmen und die einzelnen Abteilungen entsprechende Ziele aufsetzen, eine Gap-Analyse durchführen und den Fortschritt managen.

Dann steht die Berechnung von Business Cases an, die kurzfristig zu Erfolgen führen, aber auch nachfolgend für längerfristige Nachhaltigkeitsprojekte hergenommen werden können.
Im 21. Jahrhundert muss eine Unternehmensstrategie, die auf Wettbewerbsfähigkeit und Führungsanspruch setzt, auch ein Rahmenwerk für Nachhaltigkeit und Umweltschutz umfassen. Nachhaltigkeit fördert Innovationen und Erträge, verbessert das Firmenimage, die Arbeitsmoral und die Mitarbeiterproduktivität und vermindert gleichzeitig das Abfallaufkommen.

Doch am wichtigsten dabei ist, dass Nachhaltigkeit – wie Studien der Experton Group und anderer Marktforscher zeigen – im Hinblick auf Kostenvermeidung und Einsparungen, Produktivitätsgewinne, Unternehmenswachstum, Energie- und Wassereinsparungen sowie die Abfallbeseitigung und Entsorgung eine 100-prozentige Rendite oder sogar mehr erwirtschaften kann. Am besten fängt man mit Nachhaltigkeitsprojekten an, die schnelle Erfolge bringen und sich innerhalb eines Geschäftsjahrs selbst finanzieren. Die Ergebnisse sollten im gesamten Unternehmen kommuniziert werden; darauf aufbauend kann ein Kulturwandel im Unternehmen eingeleitet und der Weg frei gemacht werden für größere Initiativen, die die gesamte Wertschöpfungskette umfassen.

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