Warentest prüft Smartphones

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Die Stiftung Warentest hat sich erneut mit Smartphones beschäftigt. Untersucht wurden 17 Endgeräte sowie Tarife für Smartphones. Zudem haben die Tester Smartphones als Navi eingesetzt. Die Ergebnisse werden in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift test und im Internet veröffentlicht.

Den passenden Tarif für ein Smartphone zu finden, ist komplizierter als für das einfache Handy – denn es gilt, die richtige Kombination aus Sprach- und Datentarif zu wählen. Wer als Smartphone-Besitzer denkt, mit einer Datenflatrate auf der sicheren Seite zu sein, der irrt nach Angaben von Warentest. Denn die Anbieter verlangsamen ab einem bestimmten Datenvolumen das weitere Übertragen von Daten bis zum Monatsende extrem. Und das Surfen geht dann nur noch im Schneckentempo voran.

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Mit der richtigen Tarifkombination können Dauernutzer nach diesen Angaben weniger als 40 Euro im Monat zahlen – für fünfeinhalb Stunden Telefonieren und ein Datenvolumen von 300 MB im Monat. Für Wenignutzer, die monatlich nur rund 30 Minuten telefonieren und 40 MB Daten aus dem Netz hoch- und runterladen, gibt es Angebote für unter 10 Euro. Sie können bei einer schlechten Tarifwahl aber auch ein Vielfaches bezahlen. Die Prüfung zeigte: Volumentarife, bei denen nach der Menge der versendeten Daten abgerechnet wird, sind für Wenignutzer meist die bessere Wahl. blau.de ist dabei am billigsten – nutzt aber das E-Plus-Netz, das beim Test von Internetverbindungen per Mobilfunk bisher die langsamsten Geschwindigkeiten erreichte.

Auch Smartphones können navigieren – sogar ohne Aufpreis. Für die Januar-Ausgabe von test hat Warentest vier Smartphones gegen zehn Navis antreten lassen. Manche Smartphones navigierten nicht schlechter als richtige Navis – für Gelegenheitsnutzer eine Alternative. Vielfahrer profitieren jedoch vom besseren Komfort eines echten Navi, so die Tester.

Bei den Smartphones navigierte das Garmin-Asus nüvifone M10 für 249 Euro am besten. Fußgänger kommen mit Google Maps Navigation auf dem HTC Desire (480 Euro) am besten ans Ziel. Nokia war mit seinem Kartenprogramm Ovi Maps zwar der Vorreiter bei der Navigation per Handy, lag im Test auf einem Nokia X6-Handy aber in Sachen Navigation ganz hinten. Im täglichen Gebrauch sind echte Navis den Smartphones demnach meist überlegen: Sie haben oft deutlich größere Bildschirme, bessere Anzeigen bei den Fahrempfehlungen sowie kräftigere Lautsprecher für die Sprachansagen. Testsieger bei den Navis, jeweils mit ‘Gut (2,2)’, sind Falk Vision 700, Garmin nüvi 3790T und Medion GoPal X4545 – alle mit Preisen um die 300 Euro.

Manche Navis und Smartphones bieten Live-Dienste, die per Mobilfunk Infos über Wetter, Benzinpreise oder zur Verkehrslage abrufen. Geht man mit einem Smartphone auf Auslandsreise, kann das zur Kostenfalle werden. Der Tipp der Tester: Am Smartphone im Ausland Live-Dienste und Datenverbindungen deaktivieren und nur das reine GPS nutzen.