Patentfrieden mit Nvidia kostet Intel 1,5 Milliarden Dollar

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Mit einem auf sechs Jahre angelegten Lizenzabkommen sichert sich Intel den Zugang zu Nvidia-Patenten. Mit der Zahlung von 1,5 Milliarden Dollar (1,16 Milliarden Euro) beendet Intel außerdem alle laufenden Rechtsstreitigkeiten mit dem Grafik-Spezialisten.

“Für die künftige Nutzung von Nvidias Technologien wird Intel Lizenzgebühren von insgesamt 1,5 Milliarden Dollar in fünf jährlichen Raten zahlen”, teilte Nvidia mit. Die erste Rate ist Mitte Januar fällig. Der operative Nvidia-Gewinn erhöht sich dadurch jährlich um rund 233 Millionen Dollar.

“Das Abkommen läutet eine neue Ära für Nvidia ein”, sagte Nvidia-CEO Jen-Hsun Huang. Es unterstreiche den Wert von Nvidias Technologien und deren Bedeutung für die Zukunft des Personal Computing.

Während Intel im Zuge des neuen Abkommens Zugriff auf alle GPU-Patente von Nvidia erhält, kann der Grafikchiphersteller nur bestimmte Technologien von Intel verwenden. Unter anderem sind gewerbliche Schutzrechte für Prozessoren, Flash-Speicher und bestimmte Chipsätze für Intel-CPUs von der Vereinbarung ausgenommen.

Anfang 2009 hatte Intel eine Patentklage eingereicht, um Nvidia zu untersagen, Chipsätze für Intels Nehalem-Prozessoren auf den Markt zu bringen. Kurz darauf konterte der GPU-Hersteller mit einer Gegenklage. Im Mittelpunkt des Streits stand die Frage, ob das damalige gegenseitige Lizenzabkommen auch für Prozessoren gilt, die wie Nehalem über einen eigenen Speichercontroller verfügen. Im Oktober 2009 stellte Nvidia die Entwicklung neuer Chipsätze für Intel-CPUs ein.

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