SAP-CIO-Umfrage: Innovationen im Fokus

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SAP hat nach eigenen Angaben insgesamt 487 hochrangige IT-Entscheider aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Katar, Russland, Saudi-Arabien und den Vereinten Arabischen Emiraten über ihr IT-Ausgabeverhalten befragt. Diese planen demnach, einen größeren Teil ihrer IT-Ausgaben für die IT-Entwicklung aufzuwenden.

Auf diese Weise wollen sie Leistungsfähigkeit, Produktivität und Profitabilität verbessern. Im Mittelpunkt steht laut SAP die Aufteilung der IT-Budgets zwischen den Bereichen Betrieb, Wartung und Entwicklung.

Chris McClain, Bild: cba.csus.edu“Unsere Umfrage hat bestätigt, dass Unternehmen weiterhin deutlich mehr von ihrem IT-Budget für den Betrieb als für die Entwicklung ausgeben“, sagte Chris McClain, Senior Vice President of EMEA and India, SAP Premier Customer Network. So habe ein Drittel der befragten Unternehmen angegeben, dass ihre IT-Strategie zu sehr darauf ausgerichtet sei, die Funktionsfähigkeit der bestehenden IT-Systeme zu erhalten. Darüber hinaus hätten fast 60 Prozent der Befragten eingeräumt, dass ihre IT-Strategie sie daran hindert, Ausgaben im Bereich Entwicklung zu tätigen.

Die Gründe für die ausbleibenden Investitionen in IT-Innovationen sind vielfältig: Als häufigstes Motiv nannten 48 Prozent der CIOs die unsichere Wirtschaftslage. Zudem erklärten 39 Prozent, dass gegenwärtig zu viel Geld in den Betrieb der IT-Systeme fließt und somit auf der Entwicklungsseite fehlt. Rund 38 Prozent der Befragten gaben an, dass die aktuelle Aufteilung des IT-Budgets der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens schade.

Mangelnde Investitionen in Innovationen wirkten sich jedoch negativ auf die Geschäftsentwicklung aus, so die Studienautoren. So hätten 44 Prozent der Unternehmen angegeben, dass fehlende Budgets für die IT-Entwicklung direkt zu einem Produktivitätsverlust geführt haben. 43 Prozent waren der Meinung, dass sie aufgrund der geringen Investitionsausgaben Einsparungspotenziale vertan hätten.

Mehr als die Hälfte aller Befragten glaubt demnach, durch höhere Ausgaben im Bereich IT-Entwicklung den wirtschaftlichen Mehrwert erhöhen zu können. Auf die Frage, wie sich der Mangel an Investitionen in IT-Innovationen über die nächsten drei Jahre auf das Geschäft auswirken werde, antwortete ein Drittel, dass man mit geringerem Umsatzwachstum rechne. Zudem befürchten 38 Prozent, dass sie Verordnungen und Compliance-Anforderungen nicht einhalten können.

Zu den Unternehmen, die sich bei der Schaffung von Ressourcen für die IT-Entwicklung von SAP unter die Arme greifen lassen, gehören der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (P&G) und der US-Getränkegroßhändler Charmer Sunbelt Group. P&G nutzt etwa den SAP Solution Manager. Das Unternehmen hat Filialen in rund 80 Ländern und braucht einen Überblick über die globalen Prozesse. Die SAP-Lösung dient dazu, eine kontrollierte Umgebung zu schaffen, um Projekte parallel in verschiedenen Systemen verwalten zu können.

Bei Charmer Sunbelt mit einem Vertriebsnetz in 15 Märkten spielt IT eine wichtige Rolle beim Lieferanten- und Kundenmanagement. “Im vergangenen Jahr hat sich unsere gesamte IT-Infrastruktur verändert”, sagte Paul Fipps, CIO von Charmer Sunbelt. “Nehmen wir als Beispiel die IT-Scorecard für unser Servicedesk: Hier zeigt sich deutlich, dass wir in weniger als einem Jahr die Ressourcenzuteilung bei der Anwendungsbereitstellung von 38 auf 70 Prozent für Transformationsprojekte erhöht haben. Dies zeigt wie gut unsere neue Struktur funktioniert.”