Gründe für SaaS-Billing

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Billing-Systeme auf SaaS-Basis (Software as a Service) sind nach Angaben des Münchner Management-Beraters Mücke, Sturm & Company (MS&C) eine Alternative zum klassischen Lizenzmodell. Fragen des Datenschutzes seien lösbar.

Viele Unternehmen der Telekommunikations- oder Energiebranche nutzen bislang Billing-Software mit klassischen Lizenzmodellen. Diese Systeme ziehen durch Anschaffung und Wartungsaufwand jedoch hohe Kosten nach sich, hieß es von MS&C. Der Berater hat das erst zögernd eingesetzte SaaS-Billing untersucht und Substitutionspotenzial festgestellt. “Erste Erfolge von Massenabrechnungssystemen auf SaaS-Basis zeigen die Reife und den großen möglichen Funktionsumfang dieser Lösungen. Fragen der Datensicherheit müssen adressiert werden, sind aber lösbar”, sagte Michael Mücke, Managing Partner von MS&C.

Vor allem Unternehmen, die wiederkehrende Abrechnungen durchführen, bietet SaaS-Billing demnach Vorteile gegenüber herkömmlichen Lizenzen: die schnelle Implementierung einer Abrechnungslösung, die Variabilisierung der Gesamtkosten und die Aktualität des jeweiligen Services. Fragen zum Datenschutz könnten durch konsequent umgesetzte Maßnahmen, beispielsweise durch das Konzept der Private Cloud, gelöst werden. Aktuelle Lösungen von SaaS-Billing seinen durchaus in der Lage, Massenabrechnungen zu prozessieren, hieß es. MS&C nennt fünf Gründe, die für SaaS-Billing sprechen:

  • Abrechnungsprozesse sind kein Alleinstellungsmerkmal, sondern nur ein Hygienefaktor für Unternehmen. SaaS-Billing-Anbieter werden wie Lizenzlösungen vom Endkunden nicht wahrgenommen. Beim Thema Abrechnung sollten Unternehmen deshalb den Fokus auf Kostenminimierung und Flexibilität richten.

  • Der Wegfall von IT- und Wartungskosten bei SaaS-Billing führt zu einer deutlichen Reduktion der Gesamtkosten der Abrechnung, was auf einen dreijährigen Zeitraum betrachtet die Kosten einer gleichwertigen Lizenzlösung in etwa halbiert. Die Umstellung der Kostenstruktur von fixen auf variable Kosten führt zu einer Senkung des unternehmerischen Risikos. Wird der Kunde anteilig an den Kosten beteiligt, reduzieren sich diese weiter.

  • Die schnelle Anpassungsmöglichkeit der SaaS-Billing-Lösung erhöht die Flexibilität der Unternehmen deutlich. Die im Vergleich kurze Implementierungsdauer einer SaaS-Billing-Lösung bietet Unternehmen die Möglichkeit, neue Märkte schnell zu erschließen und entstehende Chancen zeitnah wahrzunehmen. Die Möglichkeit eines schnellen Anbieterwechsels reduziert die Abhängigkeit der Unternehmen und erhöht das Qualitätsinteresse der Anbieter.

  • Die Nutzung des Services erfordert weiterhin Abrechnungskompetenzen im Haus. Wird bereits mit Lizenzlösungen abgerechnet, muss der Anwender bei der Umstellung auf SaaS-Billing die Personalstruktur nicht verändern. Die Schulung des Personals für die SaaS-Lösung ist in etwa so aufwändig wie bei einer Lizenzlösung. Daher ist auch von dieser Seite kein Kostenschub zu erwarten.

  • Neben der Kosteneinsparung und der höheren Flexibilität bietet SaaS-Billing dem Anwender die Möglichkeit, vertrauliche Daten des Kunden, beispielsweise Kreditkartendaten, durch die Zertifizierungen des SaaS-Billing-Anbieters zu speichern, ohne selbst aufwändige Zertifizierungen durchführen zu müssen.

“Wenn nach einer faktenorientierten Analyse der Rahmenbedingungen und Anforderungen festgestellt wird, dass eine SaaS-Billing-Lösung zum Einsatz kommen kann, dann sollten Vorbehalte kritisch hinterfragt werden. Es gibt keinen Grund mehr, SaaS-Billing nicht das Vertrauen zu schenken, wenn Fakten dafür sprechen”, so Mücke. Eine Zusammenfassung der Untersuchung ‘SaaS’ kann kostenlos unter dialog@muecke-sturm.de angefordert werden.