Unter Auflagen: EU winkt Intel-McAfee-Deal durch

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Die EU-Kommission hat die Übernahme des Sicherheitsexperten McAfee durch den Chipkonzern Intel genehmigt – aber gleichzeitig die Bedingungen für den Deal diktiert. Die Auflagen sollen sicher stellen, dass weiterhin ein fairer Wettbewerb im Bereich Computersicherheit gewährleistet ist.

So muss Intel sicherstellen, dass seine Produkte auch mit der Sicherheitssoftware anderer Unternehmen funktionieren. Die Tatsache, dass Intel McAfee-Programme in seine eigenen Chips einbetten könnte, habe die Gefahr mit sich gebracht, dass andere Unternehmen von diesem Markt ausgeschlossen werden, erklärte die EU.

Intel habe zugesagt, dass die Produkte des fusionierten Unternehmens mit Produkten von Wettbewerbern verknüpft werden könnten, hieß es nun aus Brüssel. Denn eine Bündelung der auf dem Weltmarkt dominierenden Prozessoren von Intel mit Sicherheitslösungen von McAfee hätten erhebliche wettbewerbsrechtliche Bedenken aufgeworfen, da beides künftig wahrscheinlich zusammen angeboten werde.

Der für Wettbewerbspolitik zuständige Vizepräsident der Kommission, Joaquín Almunia, sagte nun bezüglich der verbindlichen Zusagen von Intel: “Sie gewährleisten, dass weiterhin reger Wettbewerb besteht und den Verbrauchern in Bezug auf Preise, Auswahl und Qualität der IT-Sicherheitsprodukte das Beste geboten wird.”

Intel hatte die Übernahme von McAfee für 7,68 Milliarden Dollar im August angekündigt. Der Chiphersteller will mit McAfee seine Sicherheitssparte ausbauen. Nach Einschätzung von Branchenkennern dürfte sich Intel damit neben dem Hardware-Geschäft künftig stärker auf Dienstleistungen verlegen. McAfee ist nach Symantec der weltweit zweitgrößte Hersteller von Sicherheitssoftware.

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