Infineon: Mayrhuber übernimmt Aufsichtsrat

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Der Infineon-Aufsichtsrat hat Wolfgang Mayrhuber zum neuen Vorsitzenden des Gremiums gewählt. Die Infineon-Hauptversammlung hatte Mayrhuber zuvor mit 98,4 Prozent der Stimmen als Vertreter der Anteilseigner in den Aufsichtsrat berufen.

Bild: Infineon
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Mayrhuber löst Prof. Dr. Wucherer ab. Wucherer war damit nur ein Jahr Chef des Aufsichtsrates, er hatte sich erst im Februar 2010 im Rennen gegen Willi Berchtold durchgesetzt. Während seiner Amtszeit habe Wucherer die Profitabilität weiter gesteigert und das Portfolio auf margenstarke und weniger volatile Geschäftsfelder ausgerichtet, hieß es von Infineon.

Der studierte Maschinenbauingenieur Mayrhuber war von Juni 2003 bis Ende 2010 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa. “Ich bin überzeugt – Infineon hat Potenzial und wird die Erwartungen der Investoren an nachhaltige Wertsteigerung erfüllen und den Mitarbeitern eine erfolgreiche Zukunft bieten”, sagte er.

Bild: Infineon
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Zuvor hatte der Aufsichtsrat die Verträge der Vorstandsmitglieder Peter Bauer und Reinhard Ploss verlängert. Die neuen Laufzeiten entsprechen der bisherigen Amtszeit, wie der Chip-Hersteller mitteilte. Vorstandsvorsitzender Peter Bauer wird demnach bis zum 30. September 2016 im Amt bleiben. Ploss Vertrag wurde bis zum 30. September 2015 verlängert. Er verantwortet das Ressort Operations und ist für die Frontend- und Backend-Fertigung sowie für Tests, Qualitätsmanagement und Logistik zuständig.

Die Vergütung von Bauer und Ploss wurde auf ein neues Vergütungssystem umgestellt, das Infineons Aufsichtsrat im November 2010 verabschiedet hatte. Vorstandsmitglieder erhalten künftig ein Zieljahreseinkommen. Es setzt sich zu 45 Prozent aus einem erfolgsunabhängigen Jahresgrundgehalt sowie zu 55 Prozent aus einem variablen, erfolgsbezogenen Teil zusammen.

In die erfolgsabhängige Vergütung fließt Infineon zufolge ein Jahresbonus (Short Term Incentive; entspricht 20 Prozent des Zieljahreseinkommens) ein, ebenso wie ein Mehrjahresbonus (Mid Term Incentive; 20 Prozent) und eine langfristige variable Vergütung (Long Term Incentive; 15 Prozent), die auf dem bestehenden Aktienoptionsplan basiert.

Der Jahresbonus sowie die langfristige variable Vergütung sind auf maximal 250 Prozent des jeweiligen Zieljahreseinkommens begrenzt, der Mehrjahresbonus auf maximal 200 Prozent. Die mittel- und die langfristige Komponente sollen sicherstellen, dass die Vergütung den neuen aktienrechtlichen Anforderungen einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage genügt.

Das erste Geschäftsquartal 2011 (bis 31. Dezember) hatte Infineon mit einem leichten Umsatzrückgang abgeschlossen. Aufgrund eines um vier Prozent auf 177 Millionen Euro verbesserten Segmentergebnisses hob der Hersteller dennoch seine Prognose für das Gesamtjahr an. Das Umsatzwachstum soll im mittleren Zehn-Prozent-Bereich liegen. Zuvor war der Konzern von einer Wachstumsrate von bis zu zehn Prozent ausgegangen.