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Noch nie zuvor hatte eine kollaborative Aktion in Deutschland so große Auswirkungen wie die Suche nach Plagiaten in Karl-Theodor zu Guttenbergs Doktorarbeit. Das Wiki “GuttenPlag” erhöhte den Druck auf den Minister massiv. Die Unterstützer des CSU-Politikers melden sich dagegen auf Facebook lautstark zu Wort.

Die Plagiatsaffäre um die Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg ist auf dem besten Weg ein Stück Internet-Geschichte zu schreiben. Der Fall polarisiert im Netz wie kaum ein anderer: Auf der einen Seiten stehen die Nutzer, die im Wiki GuttenPlag Auszüge veröffentlichten, in denen sie vermeintlich Plagiate entdeckt hatten. Auf der anderen die Unterstützer jener Pro-Facebook-Seite, die “gegen die Jagd” auf den Verteidigungsminister aufruft.

Die Dynamik, die beide Gruppen innerhalb kurzer Zeit entwickelt haben, ist beachtlich. Vor wenigen Tagen hatte die Organisatoren des GuttenPlag-Wiki das Projekt aus dem Boden gestampft – am Montagabend präsentierten sie bereits eine erste Zwischenbilanz. Demnach hatten hunderte Internetnutzer für 271 Seiten der knapp 450 Seiten langen Doktorarbeit “Verfassung und Verfassungsvertrag. Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU” Plagiate gemeldet. Es seien “bis jetzt 3.521 von 16.325 Zeilen, das sind 21,5 Prozent der Doktorarbeit (jeweils inklusive Fußnoten) als Plagiate identifiziert”, heißt es in dem Zwischenbericht.

Facebook Guttenberg
Die Kluft zieht sich durch das Social Web: Die Unterstützer bei Facebook, die Gegner im Wiki.
Screenshot: silicon.de

Das Wiki dokumentiert diese im Einzelnen. Zudem wurden rund 160 Seiten bisher auf “Plausibilität geprüft”, wie es im Wiki heißt, und in zwölf Kategorien aufgeteilt. “Die Überprüfung dieser Textstellen ist sehr aufwendig”, sagt ein Sprecher des GuttenPlag-Wiki. Rund 30 Freiwillige beschäftigten sich inzwischen intensiv mit der Kontrolle. Darunter seien allerdings keine Juristen, betonte der Sprecher, der als Doktorand an einer deutschen Hochschule namentlich nicht genannt werden will. Anschließend soll ein Abschlussbericht veröffentlicht werden.

Das Provisorium hat sich als Treiber der öffentlichen Diskussion über die wissenschaftliche Arbeit des Verteidigungsministers entpuppt. Eine Art inoffizielle Überprüfungskommission ohne amtlichen Auftrag. Die Arbeit am GutenPlag-Wiki diente vielen Medien als Quelle, die Suchergebnisse wurden immer wieder zitiert.

Die gewaltige Resonanz hat die Macher nach eigenen Angaben selbst “überrascht”. “Der Umfang der vermuteten Plagiate ist in den letzten Tagen geradezu explodiert”, schreiben sie. Deshalb seien die “dokumentierten Textstellen immer noch mit Unsicherheit behaftet”.

“Ja, es gibt ein Jagdfieber in mir”, zitiert süddeutsche.de einen der beiden Gründer der Plattform. “Aber es richtet sich nicht gegen die Person Guttenberg. Mein Jagdtrieb richtet sich gegen seinen Titel. Er hat ihn unrechtmäßig erworben. Er muss ihn zurückgeben.”

“Schluss mit der Hetze!”, schreibt dagegen einer der Unterstützer des Ministers auf der Pro-Guttenberg-Seite “Gegen die Jagd auf Karl-Theodor zu Guttenberg” auf Facebook. Bis zum Dienstagmittag haben sich dort über 294.000 Unterstützer versammelt. Montagmittag waren es noch 110.000.

Hinter der Facebook-Seite steckt der 29-jährigen Mainzer Medienunternehmer Tobias Huch. “Ich war verärgert darüber, dass die Plagiats-Vorwürfe gegen zu Guttenberg im Netz eine so große Welle erzeugt haben, obwohl es viel wichtigere Themen gibt, etwa die Nachricht von den in Afghanistan gefallenen Soldaten”, sagte Huch. “Deshalb habe mich entschlossen, diese Seite einzurichten und ein paar Freunde darauf hinzuweisen.” An so eine “Welle” der Unterstützung habe er zunächst gar nicht gedacht.

Für Guttenberg-Gegner scheint Facebook dagegen nicht die richtige Plattform zu sein: Die Seite “Guttenberg muss gehen” fand bis Dienstagmittag rund 2600 Unterstützer. An der Seite “Für die Aberkennung der Doktorwürde von Karl-Theodor zu Guttenberg” fanden knapp 780 Internetnutzer Gefallen.

Guttenberg hat inzwischen versucht einen endgültigen Schlussstrich unter die Debatte zu ziehen und einen dauerhaften Verzicht auf seinen akademischen Grad erklärt. Er war damit einem Urteil der Universität Bayreuth über seine Dissertation zuvorgekommen. Von offizieller Seite gibt es weder einen Hinweis geschweige denn eine Bestätigung für einen Zusammenhang. Tatsache ist aber auch, dass kurz vor der Verzichtserklärung des Verteidigungsministers am Montagabend die GuttenPlag-Macher den besagten Zwischenbericht veröffentlicht hatten.

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24 Kommentare zu Guttenbergs Plagiatsaffäre schreibt Internet-Geschichte

  • 22.2.2011 um 15:16 von renate volk

    natevolk@web.de
    Frau Käsmann ist wegen einer Portion Wein zu viel zurückgetreten, der Minister will bleiben trotz geistigen Diebstahls für seine Doktorarbeit – er sollte die Konsequenzen ziehen und gehen, umso besser kann er zurückkehren.
    Beste Grüße
    Renate Volk

  • 22.2.2011 um 16:34 von friedel wasserfuhr 31789 hameln

    verteidigungsminister zu guttenberg
    herr karl theodor zu guttenberg ist ein exelenter vertreter unseres volkes im deutschen bundestag,sowie ein hervoragender minister im kabinet-mit und ohne dr.man sollte ihn in ruhe arbeiten lassen und zum alltag zurückkehren
    friedel wasserfuhr

  • 23.2.2011 um 08:15 von David K.

    Lasst die Kirche mal im Dorf…
    …während sich hierzulande ine Ptrotestwelle gegen einen Doktortitel entwickelt, sterben ganz nebenbei Eure Nachbarn als Soldaten im Afghanistankrieg. Diesbzgl. entstehen keine Fachbookseiten oder Wikis. Leute, in was für einer Realität leben wir hier eigentlich.

    Nordafrika brennt politisch und wir regen uns über den Titel eines Ministers auf, der m.E. seinen Job(!) nicht schlecht macht.

    Und ganz nebenbei: Die Universität Bayreuth sollte sich mal über eigene Fehler Gedanken machen – denn die Kontrolle der Arbeit scheint ja auch eher von Studenten als promovierten Doktoren oder Professoren vorgenommen worden zu sein.

    Deutschland, mit solchen Debatten lässt sich unsere wichtigste Ressource – das KnowHow – bald nicht mehr exportieren. Mal über das Image nachgedacht…

  • 23.2.2011 um 08:59 von Andreas P.

    Mir geht das so auf den Keks!
    Ist doch klar, dass man jemanden, der mal ein gutes Image hat (was ja in unserer Politik selten ist) eine draufhauen möchte. Man kann sich ja auch vorstellen aus welchen Reihen das kommt… Das mit dem Plagiat ist ja bestimmt nicht zufällig aufgetaucht, sondern man hat mit Absicht nach was belastendem gesucht. Unsere Regierung verarscht uns die ganze Zeit und das nicht zu knapp, aber wegen einem Doktortitel würden plötzlich alle auf die Barrikaden gehen.

    Und außerdem: Als hätte nicht jeder von uns schonmal Mist gebaut! Wer ohne Schuld ist werfe den ersten Stein…

    Es gibt wirklich genügend wichtigere Dinge. Wenn ich Guttenberg wäre, hätte ich schon längst gesagt "Deutsches Volk, ihr seid so dumm – leckt mich doch sonstwo" und wäre gegangen. Er hat es nicht nötig sich zum Affen zu machen und genau DESHALB macht er halbwegs gute und ehrliche Politik!

  • 23.2.2011 um 09:41 von Stephan L.

    Beim Thema bleiben
    Bleiben wir doch mal beim Thema.
    Es geht hier nicht um Afgahnistan oder Nordafrika, sondern einzig und allein um die Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit eines Menschen der ein Vertreter des deutschen Volkes sein will. Das Volk schaut ihm genau auf die Finger und stellt fest das der Volksvertreter, nicht zum erstenmal, mit der Ehrlichkeit gegenüber seinem Auftraggeber zurückhaltend ist.
    Darüber hinaus wurden möglicherweise Ressourcen des Staates für die Dissertation benutzt. Es sind schon Angestellte wegen eines Mettbrötchens entlassen worden.
    Und wenn man mal eine Tabelle mit Leistungen des Herrn Ministers aufstellen würde, bliebe überschlägig in der positiven Spalte enorm viel Platz.

  • 23.2.2011 um 09:59 von W. F. Nowak

    Quo vadis Deutschland?
    Ich wundere mich, wie viele, über die momentane Diskussion über zu Guttenberg (und Konsorten). Ein Politiker sollte nach meinem Geschmack wie andere Größen aus Wirtschaft, Sport und Medien auch, einer gewissen Vorbildfunktion entsprechen. Da ist zu Guttenberg so gut – oder besser gesagt – so schlecht wie alle anderen auch.

    Wenn aber ein Jungpolitiker erfrischend anders antritt, mit zunehmender Amtszeit immer überheblicher und großkotziger daherkommt und dann noch von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird, dann hat er sich selbst diskreditiert.

    Politiker sind auch dazu da, Standards und Leitlinien für unsere Gesellschaft zu setzen. Ein Vertreter der mogelt, bescheisst, betrügt, Steuergelder zweckentfremdet und wenn er erwischt wird auch noch dreist lügt, der hat in dieser Funktion nichts zu suchen. Egal wieviel Fachkompetenz er hat.

    Es sei denn wir streben eine Gesellschaft an die aus unehrlichen Politikern, abzockenden Bankern und unproduktiven Event-Dauerusern besteht, dann nur weiter so. Prost Mahlzeit!

  • 23.2.2011 um 11:12 von Ron Testmann

    Herr von Guttenberg
    Unfassbar!

    Was nimmt Herr von Guttenberg sich heraus? Mit seinen Aussagen erklärt er ein ganzes Volk für bescheuert.

    Wo ist die Vorbildfunktion gegenüber unserer Gesellschaft und vor allem gegenüber unserer Kindern?

    Es gibt nur eine Möglichkeit: Er muss gehen!

  • 23.2.2011 um 11:16 von Hajo

    Guttenbergs "Plagiatsaffäre"
    Was hier abläuft ist doch krank, geistig krank, wie so manche der neidischen Oppositionspolitiker und die Irren des Mainstreams der öffentlich-rechtlichen Medien. Ein noch nie dagewesenes Heuchler- und Pharisäertum!!! Wie will man eine solche Arbeit schreiben ohne viel Fleiß Quellen zusammen zu suchen? Jeder schreibt doch ab. Bei dem Stoff!

    In Libyen läuft eine menschliche Katstrophe ab, und die Spießbürger aus Redaktionsstuben, der SPD und der Grünen belästigen uns mit ihrem kleinkarierten gequirlten Stuhlgang. Da sieht man mal wieder die Geisteshaltung solcher Menschen, wie auch die der Medienschmierer, Guttenberg lieber an erste Stelle zu setzen um den wildgewordenen Mob aufzuwiegeln; das Ergebnis sieht man ja wie viele Dummköpfe sich da instrumentalisieren lassen.

  • 23.2.2011 um 11:28 von Rudolf F.

    Vorbild
    "Viele Menschen wissen klare Botschaften zu schätzen, auch wenn sie nicht immer bequem sind. Verantwortung bedeuted manchemal auch, unpopuläre und unabhängige Entscheidungen zu treffen zu können und zu müssen.Verantwortung bedeuted vor allem Verpflichtung, Vertrauen und Gewissen."
    "Richtschnur meines Handelns war und ist Prinzipienfestigkeit und Grundsatztreue. Ich werde mir diesen eigenen Politikstil auch zukünftig bewahren"

    Wenn diese Aussagen stimmen, dann muss der Minister allein aus Gründen der Selbstachtung zurücktreten.
    Oder wollen wir wirklich solche Politiker an der Spitze zweier Universitäten haben?? Soll das das neie Leistungsprädikat für deutsche Politiker sein??

    Zitate: Wahlflyer Dr.Karl Theodor zu Guttenberg, Budestagswahl 2009, http://www.zuguttenberg.de

  • 23.2.2011 um 11:36 von Schlimmer

    Ob es nun relativ…
    Die Sache mit dem Doktortitel ist sicherlich relativ unbedeutend im Verleich zu den Vorgängen in Libyen, Ägypten usw. Aber natürlich wird sie dadurch nicht besser.

    Wenn er nun nachts in einen Supermarkt einbrechen würde, dann wäre das auch realtiv unbedeutend im Vergleich zur Weltpolitik. Also, ich kann diese Vergleichs-Argumentation beim besten Willen nicht nachvollziehen.

  • 23.2.2011 um 11:41 von Stephan L.

    Fanboys
    Das diese rechten Fanboys immer gleich die gute Kinderstube bei Diskussionen vergessen…

    Lybien, eine Entwicklung entstanden durch selbstgefällige Irre Politiker/Herrscher aus eigener Gnade. Dort wurde das Volk über Jahrzehnte Mundtot gemacht. So sieht das Ergebnis aus, wenn sich niemand um die Gutsherren dieser Welt kümmert und artig seine Verbeugung vor der "Obrigkeit" übt.

    Dissertation: "Eine Dissertation soll belegen, dass der Kandidat selbständig wissenschaftlich zu arbeiten versteht." (Zitat Wikipedia)

  • 23.2.2011 um 12:32 von Olaf J

    Wie konnte es dazu kommen?
    Diese Frage drängt sich mir wirklich auf.
    Nach der Zurückgabe seines Doktortitels hat der Herr Minister schnell versucht seinen Doktorvater und die Uni versucht aus der Schusslinie zu nehmen.
    Warum?
    Mir war so, als hätte er mit "Summa cum Laude" diese "Arbeit" abgeschlossen.
    Wer also prüfte diese Arbeit, um sie mit dieser Note zu bewerten?
    Dieses sind stilistische Fehler, die wahrscheinlich einem Wissenden aus diesem Fachbereich hätten auffallen müssen. Ohne den Inhalt dieser Arbeit bewerten zu wollen, so glaube ich, dass diese Arbeit gar nicht gelesen wurde, sondern einfach durchgewunken wurde.

    Es muss ja auch mal Vorteile haben, in der Politik aktiv zu sein.
    Dies ist das wirklich beschämende an dem Vorfall.

    Die politischen Unruhen in Nordafrika und Bahrain, sowie die getöteten Soldaten haben nichts mit Herr zu Gutenberg zu tun. Er kann dies nur verhindern, wenn er die Soldaten schnellst möglich aus Afghanistan heraus holt.

    Jedem sollte nach unserer europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts klar sein, dass es nicht gut geht, sein Volk zuunterdrücken. Das Fatale hierbei ist nur, dass wir West-Europäer die Gaddafis, Mubaraks und Ben-Alis dieser Welt hoffiert haben um den fundamentalistischem Islam einzudämmen.
    Dies ist und war aber hoffentlich nicht Sache des Verteidigungsministers im Sinne unseres Grundgesetzes, oder?

    mfg

    Olaf J

  • 23.2.2011 um 13:05 von Klauscristian Rude

    Karl-Theodor im Ofenrohr
    Tagtäglich erhalte ich Spam mit dem Angebot einen Doktortitel zu kaufen, vielleicht ist Herr zu Guttenberg ja auf diese Masche zu seinem Doktortitel gelangt? Politiker und Aufrichtigkeit wie geht das denn zusammen? Herr Lambsdorf,Herr Möllemann und noch viele Politiker mehr sind doch ein gutes Beispiel für so einen Jungdynamiker!! Karl-Theodor zu Guttenberg hat seine Doktorarbeit gekauft oder schreiben lassen und das ist von der Bayreuther
    Universität geprüft und abgenickt worden. Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht. Willkommen in der Bananenrepublik Deutschland.

    P.S. Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten:-)

  • 23.2.2011 um 13:07 von Rudi Salm

    Geistiger Diebstahl
    Die Aussage "Geistiger Diebstahl" ist nicht zutreffend. Hätte KT die entliehenen Passagehn mit Fussnoten versehen, dann wäre alles in Ordnung.

  • 23.2.2011 um 14:24 von gerhard

    "Dr." Guttsi
    hat seit dem ersten Bekanntwerden seiner
    "unbeabsichtigten" Plagiate alle Menschen am TV und am Radio ständig und wiederholt belogen!
    Zudem stellt sich die Frage, ob er den Inhalt der abgegeneb Doktor-Arbeit überhaupt kennt.
    Wenn ja, dann ist er dreist an die Öffenlichkeit mit Lügen gegangen, wenn nein ist es Betrug.
    Jeden anderen Doktoranden hätte man sofort exmatrikuliert.
    So einem Menschen, der aus purer Geltungssucht solche Vergehen begeht, ist Moral und Ethik offensichtlich völlig fremd und sollte kein öffentliches Amt bekleiden.
    Er sollte sich und uns die weiteren peinlichen Enthüllumgen ersparen und sofort seinen Hut nehmen.
    Gruß
    Gerhard

    p.s. früher war es aus weit geringeren Gründen in diesen Kreisen zu einer anderen Handlungsweise gekommen.
    Man gab der Person eine Pistole und eine Kugel und verließ das Zimmer und wartete in gebührendem Abstand auf das Geräusch des Schusses.

    Heute machen wir das nicht mehr, aus guten Gründen.

    Aber das entbindet "Dr. Guttsi" nicht von seiner Pflicht die Schande zu gestehen und alle öffentlichen Ämter zu verlassen.
    Abgesehen von dem Bärendienst den er seine Uni geleistet hat. Jetzt fragt man sich doch: welchen Wert hat ein Dr.-Titel der Uni Bayreuth!!
    Und alle werden mit der Frage im Hinterkopf belastet: hast Du Deinen Titel aus Bayreuth?
    Der ganze Vorgang ist eine Verhöhnung aller richrigen Doktoranden mit ihren Doktorvätern.
    Für die Bayreuther Uni mit allen Studenten und Profs. stellt sich die Frage ob auch Dr.-Titel ehrlich erworben wurden.

  • 23.2.2011 um 15:32 von Peter Marxbauer

    … der nächste bitte …
    Ich wüsste gerne, wieviele andere Politiker Ihre Doktor-Hüte gekauft haben oder geschenkt bekamen? Ob der Herr Von-Und-Zu da so eine gewichtige Ausnahme macht?

    Grüße PMa

  • 23.2.2011 um 15:40 von Andreas Hoffmann

    endlich geschafft
    Na schön, jetzt haben all die Neider und Verlierer endlich etwas gefunden
    diesen Lichtblick in unserer Politikerszene zu diskreditieren.
    Aber auf welchem Niveau?
    Weil er in einer 7 Jahre währenden, komplexen Arbeit die Übersicht verloren hat?
    Wo ist hier die Verhältnismässigkeit?
    Unser Land sollte wichtigere Probleme haben, als das ein guter Politiker seinen Posten räumen soll. Und wer soll ihn beerben? Einer dieser Verlierer in der Opposition, die Ihr Unvermögen nur überspielen, in dem sie gute Leute mit allen Mitteln zu Fall bringen wollen?
    An alle, die hier vehement für seinen Rücktritt plädieren.
    Tretet vor, wenn Ihr ohne Fehl und Tadel seid.

    Ich schätze, kein Einziger!

  • 23.2.2011 um 15:49 von Daniel B.

    Prioritäten erkennen und diskutieren
    Wir diskutieren immer weniger über die wirklich wichtigen Dinge (Afghanistan, etc.), weil nicht einmal die selbstverständlichten Konsequenzen gezogen werden.

    Der Rücktritt wegen Betrug bleibt selbstverständlich, egal wie groß andere Betrügereien und Unglücke in der Welt sind.

    Ein Politiker ist ein Vorbild und soll auch so handeln. Da er ohne Not betrogen hat und Armut und Leid nie kennen gelernt hat, ist und bleibt es selbstverständlich, daß er zurücktritt.

    Sollte es keine Konsequenzen haben, so werde ich es definitiv auch versuchen. Ein solcher Titel ist doch schön, auch auf Zeit.

  • 23.2.2011 um 16:13 von sausewind

    Wir sind Demokratie
    Die überheblichen Kommentare wegen Vorbild sollten mal überlegen was Demokratie wirklich bedeutet. Demokratie kommt "vom Volke". Also das Volk ist gefragt wenn es um die Wahl der Politiker geht. Und das Volk entscheidet ob bereits eine Scheidung ein Nono ist (wie z.B. in den USA). Oder ob wir uns mit Vergnügen von einem Ministerpräsidenten regieren lassen der obwohl Katholik einen Seitensprung gemacht und ein uneheliches Kind gezeugt (Bayern).
    Für mich ist die meinetwegen geschummelte Doktorarbeit kein Nono – für mich zählen bei einem Politiker andere Werte. Z.B. mit welcher Bravour er das Thema Bundeswehr und Wehrpflicht angegangen und gelöst hat. Das haben andere seit Jahrzehnten versucht und versagt. Und mit welcher Selbstverständlichkeit er sich wirklich um die Soldaten und Bedingungen in Afganistan kümmert.
    Für Dich oder Deinen Nachbarn mag das nichts bedeuten und der Dr. ist wichtiger – kein Problem. Lass uns wählen und die Mehrheit entscheidet.
    Mir ist jedenfalls ein engagierter Politiker der soviel Geld hat, dass er schlecht bestochen werden kann Gold wert.

  • 23.2.2011 um 17:27 von Berndt Jung

    Guttenplag
    Ab sofort dürfte sich jeder "abkupfernde Student" darauf berufen, dass schließlich sogar ein deutscher Bundesminister völlig ungeschoren, ohne Sanktion davonkommt. Ich bin fassungslos darüber, dass es in unserer Bevölkerung Menschen gibt, die dieses unehrenhafte, verlogene Verhalten auch noch decken und zur Tagesordnung übergehen möchten. Haben diese "Bürger" sich je den Mühen und Strapazen einer ehrlichen Doktorarbeit unterzogen??
    Wohl kaum, da es höchstwahrscheinlich "Bildungsbürger" sind, die Ihre "Erkenntnisse aus "Bild" und "Bunte" beziehen. Also auf "höchstem Niveau"!!
    Wie der vorherige Kommentator, der offensichtlich Probleme mit der Rechtschreibung hat.

  • 24.2.2011 um 15:56 von Bernd K.

    Portion Wein zuviel?
    Das gehört jetzt vielleicht nicht zu diesem Thema, aber "eine Portion Wein zuviel" ist wirklich eine maßlose untertreibung für eine Trunkenheitsfahrt, besonders wenn man bedenkt, wie viele Menschenleben Alkohol am Steuer jährlich kostet.

  • 25.2.2011 um 10:52 von Iris S.

    Der werfe den ersten Stein …
    .. der frei ist von Schuld.
    Nein, ich verteidige nicht, wenn jemand schamlos abschreibt.
    Und: Sehr geehrter Freiherr zu Guttenberg, wie konnten Sie so dumm sein?
    Ich hätte Sie ohne Doktorentitel als Politiker auch gut gefunden. Mir gefällt Ihre frische und junge Art und der etwas andere Zugang zur Politik.
    Nicht gefallen kann mir die Blödheit, mit der Sie den Doktortitel erworben haben.
    Dennoch: Was soll man denn von einer Universität halten, von einem Doktorvater, die/der das nicht bemerkt? Die Uni gibt einen Titel "Summa cum laude" also mit dem höchsten Lob heraus, ohne zu merken, dass zumindest schlampig gearbeitet wurde. Das alles sind schlechte und allerschlechteste Vorbilder.
    Und im nachhinein kann man sich an der Stelle auch fragen, ob andere Titel, die diese Uni vergeben hat, ebenso ungeprüft erteilt wurden …

    Trotz alledem frage ich mich, was der Doktortitel mit dem Amt als Verteidigungsminister unmittelbar zu tun hat.

    An der Stelle finde ich, macht Freiherr zu Guttenberg einen guten Job. Darum möchte ich, dass er als Politiker im Amt bleibt und zeigt, dass es noch was anderes kann, als abschreiben.
    Und ich möchte gerne, dass alle, die jetzt mit Steinen nach ihm werfen überlegen ob es ihnen denn zusteht, ob sie selbst denn ganz ohne Fehl und Tadel sind und den Stein wieder zu Boden legen, wenn sie feststellen, dass es da auch einen Flecken auf ihrer eigenen Vita gibt.

    Hoffnungsvolle Grüße
    Iris S.

  • 2.3.2011 um 00:55 von Kathrin Pflanz

    zu Guttenberg bleiben Sie!
    Es gibt wenig kultivierte Länder die so ketzerisch mit Leistungsträgern umgeht wie Deutschland. Soweit ich in Politik aufgepasst habe, sind wir in der Geschichte der Bundesrepublik überwiegend ein christlich demokratisch regiertes Land. In der Bibel stehen die Regeln für ein christliches Miteinander. Ja es steht auch; "Du sollst die Wahrheit sprechen,…"

    Psalm 24
    Wer darf im Himmel kommen, wer darf dabei sein nach dem Tod mit Gott
    Wer unschuldige Hände hat und ein reines Herzen hat
    wer nicht denkt falsche Gedanken oder belügt andrem
    Der wird Segen von Gott empfangen und Gerechtigkeit erfahren von seinem Herrn

    Gepredigt am 6. Juni 1997 in der CG Itzehoe

    Aber wie leicht gehen jedem von uns Lügen altagstauglich über die Lippen; beim Kauf und Verkauf von Waren, minütlich, fast sekündlich Fehlinformationen in der Werbung, schon oft gesehen auf Wahlplakaten und gehört in Wahlslogans, nachgedacht über eigene Bewerbungsgespräche, wie sieht es denn aus bei schulischen Abforderungen durch Lehrkräfte, oder bei elterlichen Fragen und Anmahnungen? Wer ist sich hier sicher 100%ig ohne Verfehlungen zu sein?

    In der Bibel steht auch: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie." Joh 8,7 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. 9 Als sie seine Antwort gehört hatten, ging einer nach dem anderen fort, zuerst die Ältesten. Jesus blieb allein zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand. 10 Er richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie geblieben? Hat dich keiner verurteilt? 11 Sie antwortete: Keiner, Herr. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!

    Wie selbstgefällig und ungläubig, einen fleißigen Menschen der sich bis dato für sein Land und die große Sache mit seiner ganzen Familie zusammen eingesetzt hat, einer derartigen Hexenjagt auszusetzen. Gibt es eigentlich Politiker, Ex Pädagogen, sogenannte Zeitzeugen, Publizisten, Reporter, Schreiberlinge, die sich Gedanken um die Kinder von zu Guttenbergs machen? Wäre doch eine makabre aber wirkungsvolle Schlagzeile über zwei drei Tage, wenn die ganze Hetz-Kampagne nach hinten losgeht und einem der vier Familienmitglieder die Nerven durchgehen. Was hat das alles mit Redefreiheit zu tun? Nicht dass ich die Abschreiberei von zu Guttenberg gutheiße, aber ich bin Christ und trotzdem Realist und allein das gebietet mir deutlich aufzufordern; `Schluss und Ruhe, alle gehen wieder an die Arbeit und regieren dieses Land verantwortungsbewusst und mit dem großen Ziel ein friedliches und geeinigtes Europa zu erhalten`; im Übrigen benötigen wir dafür wieder unseren Verteidigungsminister!

    Lasst ab von dieser modernen Hexenjagt. Es handelt sich hier ohne Frage um eine Persönlichkeit die HOFFNUNGSTRÄGER großer Teile der Bevölkerung dieses Landes ist. Wir reden und urteilen hier nicht über einen Kindeschänder, oder einen Weltverbrecher!
    Es bleibt schon ein wenig der Verdacht hier wird von den eigentlichen Problemen dieses Landes gekonnt abgelenkt, …
    Liebe Familie zu Guttenberg, es ist mir peinlich wie mit Ihnen verfahren wird, ich respektiere und bewundere Ihre bisherigen Leistungen, teile viele Ihrer Meinungen, ich akzeptiere Ihre Entschuldigung und fordere Sie auf zu bleiben!
    Alle großen Persönlichkeiten der Geschichte wurden erst massiv angefeindet bevor sie die Geschichtsbücher füllten!
    Meine Kinder dürfen gern über Sie lesen!

    Kathrin Pflanz

  • 2.3.2011 um 14:30 von gerhard

    Und Tschüss!!!!
    @Guttsifans
    ein so abgefeimter Lügner und wissentschaftlicher Betrüger muss raus aus öffentlichen Ämtern.

    Eine Frage ist allerdings noch offen: hat er die Doktorarbeit wirklich selbst verfasst oder waren auch hier die Ghostwriter am Werk?

    Ansonsten passte ER gut in unseren Politikergesellschaft.

    Seine Amtsführung? Wer Katastrophen liebt, kommt hier auf seine Kosten.

    Seine Entscheidungen nach dem alten Managerprinzip: schnell, präzise und falsch.

    Darüber braucht man nun wirklich nicht mehr diskutieren.

    Schade, dass ER so ein Windei ist.

    Wir Deutschen benötigen dringend eine andere, ehrlichere Politikkultur ohne diese stromförmigen Politclowns aus den Kaderschmieden der angeblichen Volksparteien.

    Gruß

    Gerhard

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