CeBIT: Theseus zeigt Innovationen

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Experten aus dem Theseus-Konsortium haben auf der CeBIT Anwendungen vorgestellt, die auf Technologien aus dem Forschungsprogramm beruhen. Theseus wurde 2007 vom BMWi gestartet und gilt mit einem Gesamtvolumen von rund 200 Millionen Euro als das größte IKT-Forschungsprojekt Deutschlands. Das Programm läuft noch bis 2012.

“Wir befinden uns auf der Zielgeraden”, sagte Dr. Andreas Goerdeler vom BMWi. Die 60 Theseus-Partner hätten auf dem Weg zum ‘Internet der Dienste’ Fortschritte erzielt. “Jetzt sind wir soweit, dass wir mit zahlreichen Prototypen und ersten Verwertungsergebnissen zeigen können, dass Theseus für den Wirtschaftsstandort Deutschland Impulse gibt.”

Bild: mufin GmbH
Bild: mufin GmbH

Auf der CeBIT wurden Beispiele für die kommerzielle Theseus-Nutzung gezeigt. Darunter ist der mufin Player – eine Abspiel-Software, die in der Lage ist, Eigenschaften von Musikstücken zu erkennen und so dem Nutzer auf Klangähnlichkeiten basierende Empfehlungen zu geben.

Die Anwendung ‘Analyze 5.5’ von Attensity durchsucht das Social Web mit Hilfe von semantischen Technologien nach relevanten Nutzerkommentaren, zum Beispiel zu einem Mobiltelefon. Aus den Ergebnissen erstellt die Software eine Zusammenfassung, die Unternehmen Rückschlüsse auf die Kundenzufriedenheit und die Produktqualität erlaubt.

Ein weiteres Beispiel für den Innovationstransfer in die Wirtschaft zeigte fluid Operations mit der ‘Information Workbench’. Hier werden Technologien des Forschungszentrum Informatik genutzt, um Unternehmen eine Lösung für ihr Informationsmanagement anzubieten. Nach Angaben des Herstellers wird damit zum Beispiel die frühzeitige Fehlererkennung in komplexen Rechenzentren möglich.

Auch einzelne Berufsgruppen sollen in Zukunft Theseus-Technologien nutzen, wie der ‘Radiologenarbeitsplatz am iPad’ zeigte. Mittels Multi-Touch-Gesten oder Sprache können Radiologen künftig die Bilder ihrer Patienten von unterwegs aus bewerten oder sich mobil mit Kollegen beraten.

Als Katalysator für das Internet der Zukunft soll die ‘Unified Service Description Language’ (USDL) dienen. Mit ihr wird es möglich, Dienstleistungen einheitlich und für Mensch und Maschine gleichermaßen verständlich zu beschreiben. Online-Services können wie Güter gehandelt und kombiniert werden.