Cyberattacke auf Frankreich wegen G20-Gipfel

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Das französische Finanzministerium hat heute mitgeteilt, Opfer einer großen und langanhaltenden Cyberattacke zu sein.

Seit Dezember, so heißt es aus Paris, stünde das Finanzministerium unter dem Ansturm. Offenbar sind die Hacker auf der Suche nach Dokumenten, die mit G20 zu tun haben. Bei dem politischen Treffen kommen die 20 wichtigsten Industrienationen und Schwellenländer zusammen und beraten über die globale Wirtschaft.

In diesem Jahr ist Frankreich Gastgeber der Veranstaltung. Und jetzt seien über 150 Rechner in dem Ministerium von den Attacken direkt betroffen. So dass jetzt aus Sicherheitsgründen 10.000 Rechner in dem Ministerium abgeschaltet wurden, wie das Magazin Paris Match berichtet.

Ein Sprecher der Behörde erklärte gegenüber dem Magazin, dass man den Angreifer noch nicht ausmachen konnte. Jeoch hätten sich einige Attacken auf Standorte in Chia zurückverfolgen lassen. Inzwischen hat das Finanzministerium Anzeige erstattet und der französische Geheimdienst ermittelt ebenfalls in dieser Sache, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet.

Auch das G20-Treffen, das vergangenes Jahr in Toronto in Kanada abgehalten wurde, war von Cyberattacken begleitet. Auch hier habe es Hinweise darauf gegeben, dass Attacken ihren Ursprung in China gehabt haben. Laut Berichten der BBC soll es bei den Gipfeltreffen zu schwierigen Verhandlungen mit China gekommen sein. Der Westen wirft der Volksrepublik vor, den Wechselkurs des Yuan künstlich niedrig zu halten und auf diese Weise die Exporte aus China faktisch zu subventionieren.

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