IBM: Millionenstrafe nach Bestechungsvorwürfen

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Die US-Börsenaufsicht SEC hat IBM zu einer Strafzahlung in Höhe von 10 Millionen Dollar verurteilt. Grund: Der weltgrößte IT-Dienstleister soll mit Geld und Geschenken chinesische und südkoreanische Beamte bestochen haben. Im Gegenzug sollen die Staatsangestellten IBM Regierungsaufträge im Wert von insgesamt 54 Millionen Dollar verschafft haben.

Den Anschuldigungen zufolge haben Mitarbeiter von IBM Südkorea für einen Regierungsauftrag über PCs und Mainframes rund 207.000 Dollar gezahlt. Es seien auch Geschenke wie Reisen, Kameras und Laptops gemacht worden. Zudem sollen zwei leitende Manager von IBM China und mehr als 100 Mitarbeiter mittels Schmiergeldzahlungen an Reisebüros Urlaubsreisen von chinesischen Behördenvertretern finanziert haben.

Laut SEC wurden zwischen 1998 und 2009 mehr als 100 Personen bestochen. IBM erklärte sich bereit, die Strafe zu begleichen, ohne jedoch ein Fehlverhalten einzugestehen oder auszuräumen. Man habe jedoch “geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen” und die ethischen Standards für Mitarbeiter erhöht, zitiert das WSJ das Unternehmen.

Die US-Börsenaufsicht hatte IBM im Rahmen von Ermittlungen des US-Justizministeriums wegen Verstößen gegen den Foreign Corrupt Practices Act verklagt, einem US-Gesetz zur Bekämpfung von Bestechung im Ausland.