US-Ermittler nehmen Apps ins Visier

Big DataData & StorageEnterpriseMobileRechtRegulierungSoftware

US-Staatsanwälte sind derzeit offenbar damit beschäftigt Smartphone- und Tablet-Apps genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei geht es nach einem Bericht des Wall Street Journal offenbar darum, ob die Anwendungen Nutzer ausspionieren.

Konkret drehen sich die Ermittlungen darum, ob die Anbieter der Apps gegenüber den Nutzern auch wirklich offenlegen, welche Art von Daten sie sammelten und warum, schreibt das Blatt unter Berufung auf eine eingeweihte Person.

Apps können etwa ungefragt den Standort übermitteln oder eine eindeutige Kennung versenden, anhand derer sich ein Smartphone zuordnen lässt. Damit lassen sich Rückschlüsse auf das Nutzungsverhalten ziehen, was vor allem für die werbetreibende Industrie höchst interessant ist. Sie kann dadurch ihre Botschaften auf den Nutzer abstimmen. Die meisten Apps gibt es derzeit für Apples iPhone und die Android-Smartphones diverser Hersteller.

Unter anderem hat das Internetradio Pandora, das auch Apps anbietet, laut WSJ Post von den US-Behörden bekommen. Das geht aus einem Bericht des Unternehmens an die US-Börsenaufsicht SEC hervor. Demnach verlangen die Ermittler Einblick in bestimmte Dokumente. “Wir sind darüber informiert worden, dass wir nicht das spezifische Ziel der Untersuchungen sind”, hieß es. Pandora geht deshalb nach eigenen Worten davon aus, dass auch andere App-Anbieter ähnliche Briefe erhalten haben.