Cisco CEO gesteht Fehler ein

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In einem Memo an die Mitarbeiter des Netzwerkausrüsters Cisco nennt der CEO John Chambers sein Unternehmen ‘fehlerhaft’. Er wolle jedoch in den nächsten Wochen einige Probleme angehen.

Rund 1500 Mitarbeiter haben das Memo bekommen. Das Unternehmen sei bei “Entscheidungen zu langsam”. Zudem sei Cisco von Entwicklungen überrascht worden, und schließlich habe das Ansehen bei Kunden und bei Aktionären des Konzerns gelitten.

Chambers muss reagieren: Der US-Börsenindex NASDAQ hat in den letzten 12 Monaten 15 Prozent zugelegt. Das Cisco-Papier musste hingegen 35 Prozent abgeben. Zudem habe Cisco Gewinnaussichten wiederholt nach unten korrigieren müssen. Man habe “Glaubwürdigkeit verspielt” und Cisco “braucht mehr Disziplin”, die Entwicklung der vergangenen Monate sei “unannehmbar”. Immerhin, auf das Memo hin kletterte der Wert der Aktie um knapp ein Prozent.

Der Markt wie auch Cisco seien im Umbruch begriffen. Jetzt aber müsse Cisco für sich und für die Industrie als solche herausfinden, wie es diesen Umbruch gestalten wolle. Konkrete Schritte kündigte Chambers nicht an.

Nachdem sich das Unternehmen in insgesamt 30 neuen Märkten verzettelt hat und dabei auch nicht den Erwartungen gerecht werden konnte, erwarten Experten, dass sich der als Netzwerkausrüster groß gewordene Konzern wieder vermehrt auf Kernmärkte beschränken werde. Vermutlich werde sich Cisco zum Beispiel mit dem Verkauf des Video-Kameraherstellers Pure Digital Technologies aus den Endkundensegment wieder zurückziehen.

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