Die CIO-Trends 2011/12

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Finaki Deutschland – die Organisation hinter den CIO-Netzwerken CIOcolloquium sowie EuroCIO – hat für den Report ‘IT-Trends 2011/12’ 35 CIOs deutscher Großunternehmen befragt.

Demnach ist das Thema, das in den Jahren 2011 und 2012 weiter an Bedeutung gewinnen wird, Cloud Computing (85 Prozent, Mehrfachnennungen waren möglich). Zudem werden mobile Apps im Unternehmensumfeld wichtiger (69 Prozent). Weitere wichtige Themen werden: Tablet-PCs, Software-as-a-Service, Datensicherheit sowie der Schutz vor Hacker-Angriffen (jeweils 62 Prozent).

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Cloud Computing wird nach Meinung der CIOs zunehmender im Mittelstand eingesetzt (62 Prozent). Aber auch in den Großunternehmen wird es mehr Verwendung finden (46 Prozent). Dass Infrastructure-as-a-Service – Amazon Elastic Compute Cloud etc. – sowie Anwendungs-Cloud-Computing (Google Docs, Microsoft SkyDrive, Office Web Apps, etc.) in den Jahren 2011/12 eine wichtige Rolle spielen wird, sagten 38 Prozent. Platform-as-a-Service – Windows Azure, Google App Engine etc. – hielten dagegen nur 23 Prozent für besonders wichtig.

Die mit Cloud Computing verbundenen potenziellen Datenschutzprobleme hielten die CIOs tendenziell für rechtlich lösbar: 46 Prozent hielten sie für lösbar, 31 Prozent für eher lösbar und nur 23 Prozent für nicht lösbar. Bei den Anbietern, die 2011/12 im Cloud Computing eine besonders wichtige Rolle spielen werden, sahen die CIOs IBM und Microsoft vorn (jeweils 62 Prozent). Auf den weitern Plätzen folgen SAP (46 Prozent) und Google (38 Prozent).

Die CIOs glauben, dass Social Media künftig auch innerhalb der Unternehmen eine zunehmende Rolle spielen werden. 77 Prozent waren der Meinung, dass Groupware wie Lotus Notes um Social-Media-Funktionen erweitert wird. Für 46 Prozent ist ‘Corporate Twitter‘ ein guter Kanal für die innerbetriebliche Nachrichtenverbreitung. 38 Prozent gingen davon aus, dass E-Mail in den nächsten Jahren allmählich durch neue Formen der Social-Media-Kommunikation wie Instant Messaging abgelöst wird.

Gabriele Rittinghaus, Bild: Finaki
Gabriele Rittinghaus, Bild: Finaki

Zudem hielten 45 Prozent ‘Corporate Facebook‘ für eine gute Plattform für firmeninternes Wissensmanagement. Dabei steht Corporate Facebook für eine interne Community-Plattform mit einer ähnlichen Funktionalität wie das öffentliche Facebook-Netzwerk. “Einigkeit herrscht zudem bei praktisch allen Chief Information Officer, dass geschlossene Community-Plattformen für abgegrenzte Benutzergruppen in den nächsten Jahren erheblich an Bedeutung gewinnen werden”, sagte Finaki-Geschäftsführerin Gabriele Rittinghaus.

Ganz klare Aussagen gab es zum Thema Recruiting. Alle CIOs stimmten der Aussage zu, dass sich der “War for Talents” weiter verschärft. Jeweils 77 Prozent sagten, Employer Branding und interne Mitarbeiterbindung seien wichtiger als je zuvor. Um Mitarbeiter zu gewinnen, setzen die CIOs vor allem auf Stellenausschreibungen auf der Homepage (69 Prozent) und auf die Direktansprache (62 Prozent). Gesucht werden in den Jahren 2011/12 vor allem Softwarespezialisten / Programmierer (70 Prozent), Projekt-Manager (63 Prozent) und Mitarbeiter im mittleren Management sowie Social-Media-Spezialisten (54 Prozent).

Nach Meinung der CIOs (54 Prozent) werden in den Jahren 2011 zudem sogenannte “dunkle Geschäftsprozesse” – nicht von der IT dokumentierte Excel-Listen, Mitarbeiter-eigene PC-Datenbanken, E-Mail-Prozesse etc. – ein stärkeres Problem darstellen als je zuvor.