Oracle: Support teilweise teurer

ManagementProjekteSoftware-Hersteller

Wie auf der Website von Oracle zu lesen ist, stehen so manchen Oracle-Kunden demnächst erhöhte Supportgebühren ins Haus. In Gesprächen mit Oracle-Exadata-Partnern wurde wiederum angedeutet, dass die Verkaufszahlen der Datenbank-Appliances unglaubliche Wachstumsraten verzeichnen. Ein Artikel von Cal Braunstein, Partner Advisor der Experton Group.

Nach Meinung der Experton Group haben Oracle-Kunden, denen eine Erhöhung der Supportgebühren droht, nicht einmal mehr zwei Monate Zeit, neue Supportverträge auszuhandeln und abzuschließen. In diesem Zeitrahmen (also noch vor Abschluss des Oracle-Geschäftsjahrs Ende Mai) sind die Chancen, dass der Anbieter bei den Preisen und anderen Vertragsbedingungen ihren Wünschen nachgibt, am besten.

Alle großen Storage-Anbieter, die im Wettbewerb zu Oracles-Exadata-Angebot stehen, werden einen harten Konkurrenzkampf ausfechten, und zwar sowohl über den Preis als auch über die Performance. Wer Oracle Hard– und Software einsetzt bzw. einsetzen will, sollte sich das derzeitige Verhandlungsfenster zunutze machen und für seine aktuellen wie zukünftigen Bedarfe möglichst vorteilhafte Bedingungen aushandeln.

Bei mehreren Oracle-Applikationen steht Kunden die Entscheidung bevor, entweder ein Upgrade zu fahren oder unter Umständen mehr Supportkosten zu bezahlen. Oracles Premier-Support wird bis zu fünf Jahre nach der generellen Verfügbarkeit eines Produkts im Markt gewährleistet, danach müssen die Kunden so genannte Extended und dann Sustaining Support Services kaufen, die teurer sind und manchmal weniger leisten.

Der Extended Support läuft drei Jahre und bietet die Vorteile des Premier Supports, allerdings kann es passieren, dass für neue Versionen von externen Applikationen anderer Anbieter keine Zertifizierung mehr geboten wird. Nach diesem dreijährigen Extended Support muss ein Sustaining Support-Vertrag mit Oracle abgeschlossen werden – der unbefristet läuft, aber wichtige Services wie beispielsweise neue Zertifizierungen für Oracle und externe Produkte, neue wichtige Patches und neue Updates, die Steuerfragen und gesetzliche Vorschriften adressieren, nicht mehr mit beinhaltet.

Laut Angaben von Oracle erreichen JD Edwards EnterpriseOne 8.12 und JD Edwards CRM Mobile Sales 8.12 nächsten Monat die Extended Support-Phase. Oracle E-Business Suite 12 und Siebel CRM 8.0.x müssen ab Januar 2012 über Extended Support gepflegt werden.

Noch im Laufe dieses Jahres läuft der Extended Support für PeopleSoft FMS/ESA 8.8 sowie PeopleSoft ELS 8.81 und PeopleSoft HRMS 8.8 aus. Bereits vorher hatte Oracle bekannt gegeben, dass für Database 10gR2 Kunden für einen Teil des plattformspezifischen Extended Supports die Gebühren erlassen werden. Des Weiteren wurden die Extended Support-Gebühren für PeopleSoft Enterprise 9 ein Jahr lang ausgesetzt. Einige PeopleSoft Enterprise-9-Module erreichen laut Informationen auf der Oracle-Website noch in diesem Jahr die Extended Support-Phase.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen