Raubkopien nach wie vor weit verbreitet

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14 Prozent der deutschen Internetnutzer haben nach eigenen Angaben schon illegal Musik, Filme oder Software aus dem Internet geladen. Das entspricht 7Millionen Bundesbürgern. Das geht aus einer deutschlandweiten Umfrage des Marktforschers Forsa für den Branchenverband Bitkom hervor.

Zwei Drittel gaben demnach an, früher illegale Downloads getätigt zu haben und dies heute nicht mehr zu tun. Zusätzliche 5 Prozent antworteten, das “bleibe ihr Geheimnis”. In der jüngeren Generation sind Raubkopien von Musik, Filmen oder Software aus dem Internet laut der Umfrage am stärksten verbreitet. Jeder dritte Internetnutzer von 18 bis 29 Jahren hat nach eigenen Angaben Erfahrung mit illegalen Downloads, weitere 13 Prozent wollten die Wahrheit lieber für sich behalten.

Volker Smid, Bild: HP
Volker Smid, Bild: HP

“Die Mehrheit der Bundesbürger hat ein Bewusstsein für geistiges Eigentum”, sagte Bitkom-Präsidiumsmitglied Volker Smid. “Für einen gesellschaftlichen Konsens zum Schutz von Urheberrechten müssen wir aber auch die Minderheit derer erreichen, die heute noch illegale Kopien nutzen.” Geistige Leistungen müssten für Erfinder und Künstler finanziell attraktiv sein. Smid: “Wenn es nicht gelingt, ein besseres Verständnis für den Wert der Angebote zu schaffen, verarmt das Kultur- und Medienangebot.”

Neben der Rechtsdurchsetzung seien preislich attraktive und sichere Bezahl-Angebote ein wichtiger Beitrag gegen Piraterie, so Smid. “Der Boom des Download-Markts zeigt, dass es Potenzial für die legale Nutzung digitaler Kulturgüter und Software gibt.”

Nach Daten der GfK Panel Services gaben die Deutschen 2010 für Downloads auf ihre PCs rund 390 Millionen Euro aus – ein neuer Spitzenwert. Die Anzahl bezahlter Downloads stieg nach Bitkom-Berechnungen auf etwa 90 Millionen, gegenüber 2009 eine Steigerung um 43 Prozent. “Ein immer breiteres Angebot und sinkende Preise tragen zum starken Aufwärtstrend bei legalen Downloads bei”, so Smid. Gleichzeitig gehe der Anteil illegaler Downloads zurück.

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