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Immer mehr IT-Verantwortliche vertrauen drauf, dass sich die Anwender selbst um ihre PCs kümmern. Nicht selten wird aber auch mit freien Programmen, Software installiert, die man garnicht haben möchte und die man sozusagen Aus versehen installiert: Foistware.

Die Consumerisierung ist für die IT-Abteilung nicht nur ein Segen. Wer sich seinen Instant-Messaging-Client auf seinem Arbeitsrechner selbst installieren muss, macht nicht selten doppelt Arbeit und gefährdet vielleicht sogar den Rechner.

Der treudoofe Nutzer, der sich den Foxit-Reader, CCleaner, Adobe Reader, Skype, Dingsby oder den RealPlayer in der Default-Einstellung installiert, bekommt gerne auch weitere Programme untergeschoben, die dann gleich mit installiert werden. Die Tatsache, dass man sie ‘untergejubelt’ bekommt legt bereits die Vermutung nahe, dass man diese Programme nicht wirklich braucht. Die Palette reicht von Toolbars und anderen Browser-Addons bis hin zu System-Utilities.

Fotogalerie: Aus Versehen installiert: Foistware


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Solange Programme oder Software-Komponenten von den Programmen, die man wirklich verwenden will, wie zum Beispiel Adobe Air oder Silverlight, benötigt werden, ist dagegen nichts einzuwenden. Ebenfalls unverfänglich ist es, wenn ein Anbieter die Kosten für Gratis-Software mit Zusatzinstallationen gegenfinanziert dem Nutzer aber keine Häckchen setzt.

Geht man zum Beispiel via Internet Explorer auf Adobes Web-Seite, um den Flash Player zu bekommen, lädt man automatisch die Google-Toolbar herunter. Es sei denn man macht das unauffällige Häckchen heraus. Es stellt sich die Frage, ob es ein Unternehmen von der Größe Adobes den Umsatz aus der Verbreitung von Googles Chrome tatsächlich nötig hat.

Möglicherweise spielen hier auch andere Abmachungen, wie vielleicht der Support von Chrome für den Flash Player eine Rolle. Auf jeden Fall verstößt Adobe hier gegen die ‘Regel’, dass die Checkbox bereits angeklickt ist. Vermutlich wird sich auf diese Weise die Mehrzahl der unbedarften Nutzer die Google-Toolbar installieren. Damit kommt ein Programm von zweifelhafter Reputation auf den Rechner. Die Toolbar sendet umfangreiche Informationen über den Nutzer an Google. Neben Adobe nutzt Google auch zahlreiche weitere Partner für die Verbreitung der Toolbar.

Der US-Kollege ED Bott schwärmt für das Kompressionsprogramm IZArc, das in seiner Funktionalität durchaus mit den kommerziellen Angeboten von WinZip oder WinRAR zu vergleichen ist. Bei der Installation wird das Programm Advance Registry Optimizer mit angeboten. Immerhin ist die Checkbox nicht angeklickt, der Nutzer muss also nicht erst das Häkchen entfernen.

Skype hingegen verpasst Chrome und Internet Explorer Add-ons, ohne auch nur zu fragen. Der Anwender muss, um diese wieder zu entfernen, erst den Reiter mit Optionen wählen und kann diese dann wieder deinstallieren. Hat man das getan, bekommt man zudem noch die Google-Toolbar zur Installation vorgeschlagen. Entfernt man das Häkchen nicht sendet die Toolbar alsbald Informationen an Google.

Die Software CPUID HWMonitor überwacht die Temperatur innerhalb eines Rechners. Bei der Installation aber werden, sofern man die Häckchen nicht entfernt, nicht nur die ASK-Toolbar installiert, sondern auch noch Ask zu Hauptsuchmaschine und Ask zur Home-Page gemacht. Die Toolbar soll außerdem den Firefox gerne zu Abstürzen bringen.

Wer sich zum Beispiel das Programm uTorrent installieren will bekommt die Bing-Toolbar von Microsoft mitinstalliert. Die genannten sind jedoch vermutlich nur die Spitze des Eisberges.

Martin Schindler
Autor: Martin Schindler
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3 Kommentare zu Foistware – Die untergejubelte Software

  • 13.8.2012 um 12:31 von Zimmermann

    Ein Hacken ist ein Schuhabsatz. In ein Kästchen setzt man einen Haken der ein Häkchen. Man spricht auch von “abhaken” (das ist etwas anderes als abhacken).

    Es ist auch ganz schön vorlaut, Wörter wie “treudoof” zu verwenden. Außerdem sind die Leute auch nicht “doof”.

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