BlackBerry OS 7, Bold 9900 und neue PlayBook-Apps

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Auf der “BlackBerry World” hat der kanadische Hersteller Research in Motion (RIM) neue Endgeräte mit neuem Betriebssystem und zahlreiche neue Features vorgestellt. So bekommt zum Beispiel das PlayBook eine Facebook-Anwendung.

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Die BlackBerry Bold 9900 und 9930 Smartphones sind dünner und schneller als je zuvor und kombinieren eine vollwertige Tastatur mit einem Touchscreen. Ein nettes Detail ist die Hintergrundbeleuchtung für das Trackpad.

Daneben bringt eine neue Version des Betriebssystems, das BlackBerry 7 OS, neue Funktionen mit sich. Mit 1,2 GHz bieten die Geräte zudem deutlich mehr Leistung als die Vorgänger. So können die neuen Geräte Nearfield Communication (NFC) und Augmented-Reality-Applikationen sowie die sprachgestützte Suche unterstützen.

Die neue Nutzer-Schnittstelle “Liquid Graphics” wird mit einem neuen Browser ergänzt, der einen neuen JavaScript-Compiler sowie Support für HTML5 mitbringt. Zum ersten Mal sind auch HD-Video-Aufnahmen mit einer Auflösung von 720p möglich. Die neuen Modelle werden im Laufe des Sommers zu haben sein. Allerdings werden ältere BlackBerry-Smartphones von dem Betriebssystem-Update aufgrund von Hardware-Beschränkungen nicht profitieren können.

Neu ist auch das Feature “Voice over Wi-Fi für Avaya” und das Nortel Communications Systems mit dem BlackBerry “Mobile Voice System 5” (MVS 5). Damit können Anwender auch über eine Wi-Fi-Verbindung und die Unified Communikations-Applikationen von Avaya, Cisco und Nortel telefonieren. Der BlackBerry MVS verbindet Unternehmenstelefonsysteme mit Wireless-Kommunikation. So kann ein Mitarbeiter auch von seinem Smartphone Anrufe, die auf einem Schreibtischtelefon eingehen, entgegennehmen.

Für das neue BlackBerry-Tablet PlayBook stellt RIM nicht nur eine Facebook-Applikaton vor, sondern auch eine Video-Chat-Applikation, über die man über eine Wi-Fi-Verbindung Videokonferenzen abhalten kann. Damit Unternehmen neben den BlackBerry-Smartphones auch das neue Tablet verwalten können, hat RIM zudem den BlackBerry Enterprise Server für das neue Gerät erweitert.

Mit der geplanten Übernahme von ubitexx soll das Device-Management des Enterprise-Servers, über den sich Endgeräte absichern und kontrollieren lassen, auch für Android- und iOS-basierte Geräte verfügbar werden. Über eine einzige webbasierte Konsole kann dann auch eine heterogene mobile Client-Landschaft mit Software versorgt werden. Richtlinien, Bestände, Sicherheit und Services können nicht nur auf BlackBerrys, sondern auch auf anderen mobilen Geräten over-the-Air verwaltet werden.

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Dennoch, so stellt RIM klar, werde es weiterhin Funktionen geben, die nur mit BlackBerry-Geräten möglich sind. Zum Beispiel Push-Mail oder der Zugriff auf Unternehmensanwendungen hinter der Firewall, weil diese Funktionen im Design des Betriebssystems verankert sind. Auch “BlackBerry Balance” werde es nur für BlackBerry-Geräte geben.

Mit Balance kann das Smartphone sowohl für die Arbeit wie auch für Privates genutzt werden. Balance trennt diese Inhalte sauber und vor allem sicher von einander. So bleibe Privates privat und die Daten aus der professionellen Nutzung hingegen weiterhin sicher. Dennoch können Firmenpolicies auch bei privater Nutzung bestimmte Vorgänge unterbinden.

Insgesamt hat BlackBerry bereits über 150 Millionen Smartphones verkauft und derzeit weltweit knapp 600 Carrier unter Vertrag.

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