PETA bringt Tierschutz auf iPhone-Format

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Virtuelle Hunde, die sich gegenseitig zerbeißen, erregen die Kritik von Tierrechtsgruppen. Jetzt hat PETA eine App vorgestellt, die sich gegen das Kampfhunde-Spiel KG Dogfight richtet.

Wer PETA-Links an Freunde weiterleitet, bekommt Punkte und kann bis zum 'Colonel Chicken' aufsteigen. Quelle: PETA
Wer PETA-Links an Freunde weiterleitet, bekommt Punkte und kann bis zum ‘Colonel Chicken’ aufsteigen. Quelle: PETA

In dem Spiel “Dog Wars” von Kage Games geht es darum, Pit Bulls zu trainieren und zu päppeln, damit sie gegen andere Kampfhunde im Kampf antreten können. Der Trainer kann seinem Hund sogar Steroide verabreichen.

Die Organisation People for the Ethnical Treatment of Animals, PETA, stößt sich neben anderen Tierrechtsorganisationen an der Machart des Spiels. Sie sehen darin Gewalt gegen Tiere, aber vor allem eher eine Anleitung, wie man einen Kampfhund trainiert und weniger eine spielerische App.

Auf den öffentlichen Druck hin wurde das Spiel aus dem Google Android Shop entfernt. Inzwischen hat der Hersteller Kage Games das gleiche Spiel unter dem Namen “KG Dogfighting” wieder in den Shop eingestellt.

Gegenüber amerikanischen Fernsehsendern teilte der Hersteller mit, dass radikale Tierschützer massive Drohungen gegen die Entwickler ausgesprochen hätten.

PETA hat sich jedoch für einen anderen Weg entschieden. In einer iPhone-App will die Organisation jetzt ein Gegengewicht zu dem Spiel schaffen. Mit der App will PETA über Tierquälerei aufklären und ermuntert Leser, mit Briefen an Politiker und andere offizielle Stellen gegen das Problem aktiv zu werden. Über die App kann man zudem für die Organisation spenden.

Gegenüber CNET erklärte Kage Game in einer Stellungnahme: “Wir selbst sind Hundebesitzer und Hundeliebhaber. Wir dulden keine Gewalt gegen Tiere oder Menschen und wir vertrauen auf die Fähigkeit der Menschen, zwischen einem rudimentären Spiel und der Realität zu unterscheiden.”

Das Unternehmen, so die Stellungnahme weiter, sieht das Spiel als eine “Form der Satire über die Lächerlichkeit von Hundekämpfen” und ein Teil der Einnahmen aus dem Spiel werde wiederum an Tierhilfsorganisationen gespendet.

Sollte
Sollte “KG Dogfighting” tatsächlich eine Satire sein, wie der Hersteller behauptet, ist die Grenze zum Gewaltspiel auf jeden Fall fließend. Quelle: KG

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