In einer Fabrik für Rechenzentren

CloudEnterpriseRechenzentrumServer

Die Kollegen von ZDNet Großbritannien haben BladeRoom besucht, einen Hersteller von modularen Rechenzentren. Zu den Kunden gehört Capgemini, das sein neues ‘Merlin’-Rechenzentrum mit BladeRoom-Containern ausrüstete.

Die Fabrik liegt in Mitcheldean, in der Nähe von Gloucester. BladeRoom beschäftigt 60 Mitarbeiter, von denen 20 direkt mit dem Bau und der Auslieferung der Module beschäftigt sind. In einem ersten Schritt werden im BladeRoom-Werk die Böden und die Decken der Module montiert. Böden und Decken werden dann mit Streben verbunden und die Böden mit Holz ausgelegt.

Fotogalerie: BladeRoom-Module für Rechenzentren

Klicken Sie auf eines der Bilder, um die Fotogalerie zu starten

Sind Boden und Decke montiert, wird ein Modul verkleidet. Dann folgt der Innenausbau entsprechend der Bestellung des Kunden. BladeRoom-Lösungen erreichen nach Angaben des Herstellers einen PUE-Wert (Power Usage Effectiveness) zwischen 1.13 und 1.34. Stimmt diese Angabe, wären sie sehr energieeffizient. Deutsche Rechenzentren kamen im Januar 2009 auf einen Durchschnitts-PUE von 1.62.

Nach der äußeren Verkleidung erhalten die Module ihr Innenleben: Feuerlöschanlage, Kabel und Licht. Um den Platz in der Fabrikhalle besser auszunutzen, werden die Module manchmal gestapelt. BladeRoom verbaut nach eigenen Angaben Produkte von 20 Zulieferern, die zu 80 Prozent in Großbritannien hergestellt werden.

Der Hersteller versucht demnach, die Module so effizient wie möglich zu gestalten. Ein Beispiel sind die Kabelsysteme, die unter der Decke verlegt werden, statt auf dem Boden. Diese Lösung reduziert nach diesen Angaben die Komplexität der Kühlung und vereinfacht das Ab- und Aufrüsten der Module. Auch das neue Container-Rechenzentrum von Cisco setzt auf ein “overhead cabling system”.

Fotogalerie: Datenzentren gestern und heute

Klicken Sie auf eines der Bilder, um die Fotogalerie zu starten