EU zieht Millionen-Spritze für Symbian zurück

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Die EU hat das Projekt “Symbian – the Embedded Operating System for Europe” (Symbeose) gestoppt. Ursprünglich sollten im Rahmen des Projekts 22 Millionen Euro in die Entwicklung von Symbian und der dazu passenden Hardware gesteckt werden. Noch bevor der erste Euro geflossen ist, hat die Europäische Kommission jetzt offenbar die Notbremse gezogen.

Das Aus für Symbeose wurde unter anderem von Carl-Christian Buhr über Twitter verkündet. Buhr gehört zum engen Mitarbeiterkreis von EU-Kommissarin Neelie Kroes. Demnach sind noch keine Gelder aus dem Fördertopf an Symbian geflossen. Die Hälfte des Geldes, also 11 Millionen Euro, sollte den ursprünglichen Plänen zufolge direkt von der EU stammen – die andere Hälfte Partner aus der Privatwirtschaft beisteuern.

Das EU-Projekt war von Anfang an auf Kritik und Unverständnis gestoßen. Schließlich stand es bereits im vergangenen Herbst nicht besonders gut um Symbian. Gegen Ende 2010 hatten sich immer mehr Hardware-Hersteller von dem mobilen Betriebssystem distanziert. Mitte Oktober hatte der damalige Chef der Symbian Foundation Lee Williams seinen Rücktritt erklärt.

Den Ausschlag für das Ende des Symbeose-Projekts dürfte nun Nokias Smartphone-Kooperation mit Microsoft und der damit verbundene Wechsel zu Windows Phone 7 gegeben haben. In diesem Zusammenhang hatte Nokia im April angekündigt, die Entwicklung und Betreuung von Symbian an den Outsourcing-Dienstleister Accenture auszulagern.

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