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Ein US-IT-Profi muss zwei Jahre ins Gefängnis, weil er in den Rechner seines ehemaligen Chefs eingebrochen ist. Als dieser auf einem 64-Zoll-TV-Bildschirm eine PowerPoint-Präsentation hielt, stürzte der Rechner ab. Als er wieder hochfuhr, hatte sich die Präsentation geändert. Auf der letzten Folie war eine Frau in pornografischer Pose zu sehen.

Passiert ist dies im November 2009, berichtete The Baltimore Sun. Greg Warren, CEO von Baltimore Substance Abuse System, befand sich gerade in einem Meeting, in dem er den Vorstand über die jüngsten Errungenschaften der Firma informierte. Baltimore Substance Abuse System ist ein gemeinnütziges Unternehmen, das Spenden an rund 50 Programme der Drogenhilfe vermittelt.

Das Unternehmen hatte im September 2009 jedoch Walter Powell entlassen, zuvor ‘Director of Management Information Systems’. Wie die Ermittlungen der Polizei ergaben, griff der verärgerte 51-Jährige bereits wenige Wochen nach seiner Entlassung von seinem Heim-Computer auf das Firmennetz zu. Er installierte einen Keylogger und gelangte über diesen in den Besitz der Netzwerk-Passwörter von mindestens fünf Mitarbeitern.

Allein in einem Zeitraum von 32 Tagen habe Powell mit diesen Passwörtern mehr als hundert Mal auf das Firmennetz zugegriffen, hieß es. Nicht nur, dass er das pornografische Bild in die Präsentation des CEOs einschleuste – er las auch dessen E-Mails mit. Powell leitete vertrauliche E-Mails weiter und verfasste unter dem Namen des Chefs eine E-Mail, die er über die Mailing-Liste des Unternehmens verschickte.

Richter M. Brooke Murdock beförderte Powell nun zwei Jahre ins Gefängnis. Er muss zudem hundert Stunden gemeinnützige Arbeit leisten, die Bewährungszeit beträgt drei Jahre. Zudem ist es Powell untersagt, Remote-Access-Software zu benutzen.

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