Deutschlands Spitzenpolitiker im Visier chinesischer Hacker

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Deutschland befindet sich unter Dauerbeschuss der Hackerszene. Vor allem chinesische Hacker greifen offenbar immer öfter Computer deutscher Politiker an. Das berichtet die Bild-Zeitung und beruft sich dabei auf den Jahresbericht des Bundesamts für Verfassungsschutz.

Besonders häufig haben die Hacker dem Bericht zufolge einflussreiche Personen wie Minister, Staatssekretäre und Abteilungsleiter im Visier. Auch Stellen, die sich verstärkt mit Sachfragen beschäftigen, die China betreffen, würden verstärkt angegriffen.

“Den meisten auf Bundesbehörden und die deutsche Wirtschaft abzielenden Angriffen kann anhand ihrer Merkmale ein Ursprung in China zugeordnet werden”, zitiert das Blatt aus dem Verfassungsschutzbericht. Anhand identischer Merkmale ließe sich zudem erkennen, dass die Hacker einen “strategischen und nachhaltigen Aufklärungsansatz” verfolgten. “Von einer nachrichtendienstlichen Steuerung ist auszugehen.

Die wachsende Bedrohung für Deutschland aus dem Cyberspace für Berlin steht im September auch im Mittelpunkt einer Konferenz in Berlin. “Alle zwei Sekunden greifen in Deutschland Hacker Unternehmen und Institutionen über das Internet an. Ihre Spuren sind kaum nachvollziehbar, und nur selten werden die Täter überführt”, heißt es in einer Mitteilung zu dem Event.

Darin wird auch Frank Rieger, Sprecher des Chaos Computer Club, zitiert: “Der Einsatz von Cyber-Waffen durch Staaten wird zur Normalität. Die Welt muss sich auf ein neues Zeitalter einstellen.”