Java: Oracle fordert 2,6 Milliarden von Google

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Seit Monaten streiten sich Oracle und Google über die Frage, ob Android Java-Code enthält. Nun hat Oracle erstmals die Höhe des Schadensersatzes genannt, den das Softwareunternehmen von Google verlangt: 2,6 Milliarden Dollar. Gelingt es den beiden Firmen nicht, sich im Laufe des Sommers zu einigen, beginnt der Prozess voraussichtlich am 31. Oktober.

Die jetzt bekannt gewordene Höhe der Schadensersatzforderung geht aus einem Schriftstück hervor, das bei Gericht eingereicht wurde. Darin heißt es von Oracle, dass sich der Betrag aus Schätzungen des Schadensexperten Iain Cockburn berechnet. Cockburn ist Professor für Finanz- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Boston.

“Google behauptet fälschlicherweise, dass Professor Cockburns Berechnungen bei 1,4 bis 6,1 Milliarden Dollar Schadenersatz lägen”, schreibt Oracle. “Seiner Ansicht nach liegt der Schaden insgesamt bei 2,6 Milliarden Dollar.” Eine Stellungnahme von Google gibt es bislang nicht.

Oracle hatte Mitte August vergangenen Jahres Klage gegen Google eingereicht. Vornehmlich geht es darum, dass Google mit Android angeblich “wissentlich, direkt und wiederholt Oracles geistiges Eigentum an Java” verletzt. Oracle hatte Java Anfang 2010 zusammen mit Sun Microsystems übernommen.

Nach Ansicht des Konzerns verstoßen sowohl Android als auch die darin enthaltene Dalvik Java VM und das dazugehörige SDK gegen sieben Oracle-Patente. Der Prozessbeginn ist vorläufig auf den 31. Oktober festgelegt.

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