Microsoft zeigt erstmals Windows Server 8

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Zum ersten Mal zeigt Microsoft der Öffentlichkeit eine Vorschau auf die Server-Version des nächsten Windows-Betriebssystems, mit besonderem Augenmerk auf Virtualisierung. Dafür hat der Hersteller die Worldwide Partner Conference genutzt.

Was für das Client-Betriebssystem von Windows 8 im Großen und Ganzen zu erwarten ist, ist nach einigen ‘entwichenen’ Vorabversionen ja bereits klar. Bislang aber hat außerhalb des Redmonder Software-Hersteller noch kaum jemand einen Blick auf Windows 8 Server werfen können. Microsoft hält beide Versionen auf dem gleichen Entwicklungsstand und auch die Hardware-Ansprüche will Microsoft bei Windows 8 moderat halten.

Demnach könnte zusammen mit der Client-Version auch das Server-Pendant in der ersten Jahreshälfte 2012 auf den Markt kommen. Bei der Vorstellung auf der Partnerkonferenz nannte Microsoft Windows 8 Server einen wichtigen Baustein für die Private Cloud. Damit steht auch die hervorstechende Rolle von Virtualisierungstechnologien in dem nächsten Release außer Frage. Auf dem Client bemüht sich Microsoft hingegen den Bedürfnissen von Tablets gerecht zu werden.

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Und das war auch das einzige der hundert Features, die die Microsoft-Sprecher in Aussicht stellten, das auch demonstriert wurde: Die nächste Version des Hyper-V-Hypervisors. Microsoft zeigte ein so genanntes Hyper-V-Replica. Bei seiner Demonstration erklärte Jeff Woolsey, Principal Programm Manager der Windows Server Virtualisierung, dass die neue Version der Microsoft-Virtualisierungs-Technologie mehr als 16 virtuelle Prozessoren pro virtueller Maschine unterstützen werde.

Noch hat Windows 8 den Betta-Fisch als Splashscreen, der auch schon Windows 7 zierte. Quelle: Microsoft
Noch hat Windows 8 den Betta-Fisch als Splashscreen, der auch schon Windows 7 zierte. Quelle: Microsoft

Und mit dem Hyper-V-Replica lassen sich angeblich auch asynchrone virtuelle Maschinen replizieren. Dazu braucht der Anwender eine Hyper-V-Instanz und eine Netzwerkverbindung. Der Anwender kann dank des neuen Features nun Replikationen einer virtuellen Maschine terminieren. Und diese Daten können dann an einen externen Daten-Anbieter repliziert werden. Die Lösung unterstütze dabei eine ganze Reihe von verschiedenen Rechenzentrumsanbietern oder Service-Providern.

Auch die Lizenzpolitik wolle Microsoft mit dem neuen Release anwenderfreundlicher gestalten. Anwender können jetzt unbegrenzt Replicas erstellen, ohne dass dabei zusätzliche Lizenzkosten anfallen. Hinter vorgehaltener Hand wird zudem gemunkelt, Microsoft könnte den Hypervisor auch in den Windows 8 Client integrieren. Dazu gibt es aber von Microsoft noch keine offizielle Stellungnahme. Im September auf der Build-Konferenz wird der Hersteller aber sicherlich mehr Details zu dem neuen Betriebssystem veröffentlichen und vielleicht auch in diesem Punkt mehr Klarheit schaffen.

Es tut sich also was in Sachen Virtualisierung. Nicht nur, dass Microsoft in der Server-Version von Windows neue Funktionen ankündigt, sondern mehr oder weniger zeitgleich hat der Virtualisierungs-Konkurrent VMware die Virtualisierungs-Suite vSphere 5 angekündigt. Die Lösung werde deutlich leistungsfähiger sein als der Vorgänger, verspricht die EMC-Tochter. Mit Support von bis zu einem Terabyte und 32 CPUs sei die Lösung um den Faktor vier leistungsfähiger als das Vorgängerprodukt.

Ebenfalls Thema auf der Partnerkonferenz waren Appliances für Windows Azure. HP sei nach wie vor drauf und dran, die Cloud-in-a-Box anzubieten. Fujitsu hält nach wie vor an dem Ziel fest, Ende August die erste entsprechende Appliance zu liefern. Ursprünglich waren diese Produkte für Ende 2010 angekündigt.

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