Telekom verliert Daimler als Kunden

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Der Autobauer Daimler lässt die Angestellten in Deutschland künftig über das Netz des Mobilfunkanbieters O2 telefonieren. Das haben beide Unternehmen am Mittwoch gemeinsam mitgeteilt. Der Vertragsabschluss geht auf Kosten der Telekom, die mit Daimler einen lukrativen Geschäftskunden verliert.

Die Telekom hatte sich um eine Vertragsverlängerung bemüht, musste am Ende aber das Feld für die Telefonica-Tochter räumen. Die Financial Times Deutschland zitiert einen Sprecher der Großkundensparte T-Systems mit den Worten: “Wir machen keine Geschäfte, die nach unserer Kalkulation unprofitabel sind.”

Nun sollen die Daimler-Mitarbeiter ab April nächsten Jahres über das O2-Netz telefonieren. Zudem werde der Autobauer auch das mobile Internet des Anbieters nutzen.

Für Telefonica ist es einer der größten Firmenkundenverträge, den das Unternehmen bislang in Deutschland abschließen konnte. Für die Telekom dagegen bedeutet das, dass der Bonner Konzern innerhalb kurzer Zeit bereits den zweiten DAX-Konzern als Kunden verliert. Anfang Mai hatte die Deutsche Post ihren Wechsel zum Anbieter Vodafone angekündigt.

Der Deal zwischen Daimler und der Telekom habe ein Auftragsvolumen im zweistelligen Millionenbereich, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich damit auf Insider. Eine Bestätigung von den beiden Vertragspartnern gibt es dafür nicht.