Anonymous ruft zur Suche nach dem Breivik-Manifest auf

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Die Hackergruppe Anonymous hat jetzt dazu aufgerufen, das Manifest des geständigen Massenmörders Anders Behring Breivik aufzuspüren.

Bevor Anders Behring Breivik die grauenvollen Anschläge verschuldete, hatte er ein 1516 Seiten starkes Manifest verfasst. Die Schrift heißt “2083 – European Declaration of Independence”. Jetzt wurde Breivik von Anonymous zum Angriffsziel auserkoren.

Die lose organisierte Hackergruppe Anonymous ruft dazu auf, das Manifest zu finden, es zu modifizieren und wieder als vermeintliches Original zu veröffentlichen. Damit wollen die Hacker in der “Operation UnManifest” Breivik zu einem “Witz” machen. Anonymous fordert von seinen Mitstreitern auch einen Moment für die Opfer der grausamen Attacke ein.

Operation UnManifest von Anonymous. Screenshot: silicon.de
Operation UnManifest von Anonymous. Screenshot: silicon.de

Breivik hat inzwischen gestanden im Regierungsviertel von Oslo eine Bombe gezündet zu haben. Zudem hatte er bei einem Überfall auf ein Feriencamp von Jungsozialisten auf der Insel Utøya rund 30 Kilometer nördlich von Oslo 68 Menschen getötet. Breiviks Tat gilt als der gewalttätigste Tag in der Geschichte Norwegens seit dem Zweiten Weltkrieg.

Mit seiner Tat wollte er offenbar auch die Verbreitung seines Pamphlets vorantreiben. Schon im Vorfeld hatte er über soziale Netze wie Facebook nicht nur darum geben, dieses in andere Sprachen zu übersetzen, sondern es auch möglichst oft zu verbreiten. In dem Pamphlet soll er zum Beispiel zu Guerrilla-Taktiken und Exekutionen gegen Muslime aufgerufen haben.

Laut CBS News spreche Breivik von einer islamistischen Sklaverei, in die die derzeitigen Machthaber ihr Volk verkaufen. Inzwischen hat Breivik, der von sich selbst behauptet, Teil einer neuen Templerritter-Vereinigung zu sein, die Tat gestanden – hält sich aber für unschuldig. Ob es eine gute Idee ist, diese Hetzschrift weiterzuverbreiten, manipuliert oder nicht, sei dahin gestellt.

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