Skype kauft Group-Messaging mit GroupMe

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Mit der Gruppen-Chat-Technologie des Start-ups GroupMe will Skype die eigenen klassischen Videotelefonie-Funktionen erweitern.

Das Start-up GroupMe hat eine Nachrichten- und Konferenztechnologie geschaffen, die sämtliche gängige Mobil-Plattformen unterstützt. Jetzt kommt GroupMe zu Skype, das eines Tages zu Microsoft gehören wird, sofern die Kartellbehörden dem Kauf zustimmen.

“Skype und GroupMe teilen die Vision, Anwendungen und Lösungen zu entwickeln, die Milliarden Menschen zur täglichen Kommunikation nutzen”, schreibt Skype-CEO Tony Bates in einem Blog. “Das GroupMe-Team hat eine unglaublich interessanten Gruppenchat-Erfahrung geschaffen, die auf allen Mobilgeräten und Plattformen läuft. Damit ist es die perfekte Ergänzung zu den Sprach-, Video- und Text-Lösungen der Skype-Familie.”

Das 2010 in New York gegründete Unternehmen ermöglicht kostenloses Gruppen-Textmessaging und Konferenzanrufe. Die Anwendungen stehen für iPhone, Android, Blackberry und Windows Phone 7 zur Verfügung. Das Konkurrenzunternehmen Beluga war Anfang März von Facebook übernommen worden, das inzwischen eine Messenger-App für Android und iOS auf Basis der Beluga-Technik veröffentlicht hat.

Im Februar verkündete GroupMe, dass über diesen Dienst rund eine Millionen Textnachrichten pro Tag verschickt werden. Seit März gibt es aktualisierte Versionen der iPhone- und Android-App, die mit einer verbesserten Benutzeroberfläche, Fotosharing innerhalb von Gruppen und Standortübermittlung aufwarten.

Im Rahmen einer Finanzierungsrunde erhielt GroupMe Anfang des Jahres knapp 11 Millionen Dollar Risikokapital. Zu den Geldgebern zählen Khosla Ventures, First Round Capital, Betaworks, SV Angel, Lerer Ventures, General Catalyst Partners und Founder Collective. GroupMe ist auch ein Mitglied in Microsofts Startup-Programm BizSpark. Somit kam GroupMe in den Genuss von kostenloser Software, Services, Marketing und auch Beratung.

Finanzielle Details zu der Übernahme wurden nicht mitgeteilt. Schätzungen zufolge soll der Deal jedoch um die 50 Millionen Dollar wert sein.

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