WikiLeaks veröffentlicht neue Botschafts-Depeschen

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Mehrere tausend neue Depeschen von amerikanischen Diplomaten hat die Enthüllungsplattform WikiLeaks jetzt veröffentlicht.

Unter den neuen Veröffentlichungen befinden sich auch einige Cables (Depeschen), die die Lage in Libyen betreffen, wie das Porta über Twitter mitteilt. Die neuen Dokumente lassen sich entweder einzeln auf der Webseite von WikiLeaks einsehen oder können gesamt als Torrent-Datei heruntergeladen werden.

Darin berichten die US-Diplomaten über Vorgänge in Polen, Syrien, Südafrika wie auch aus Libyen. Allerdings betreffen die Depeschen die Zeit vor dem Aufstand gegen das Regime von Muammar al-Gaddaffi und reichen bis 1980 zurück. Insgesamt sind es 349 Dokumente, die Libyen betreffen.

Anders als derzeit, sehen die US-Diplomaten in Libyen einen wichtigen Verbündeten im Kampf gegen den Terrorismus, wie sie in einem Schreiben aus dem August 2009 mitteilen. Der Adressat des Schreibens ist der US-Senator John McCain, der sich auf diesem Wege offenbar auf seinen kurz bevorstehenden Besuch in Libyen vorbereitet. Dort heißt es: “Die strategische Partnerschaft im Kampf gegen den Terrorismus ist sehr produktiv und nutzt beiden Nationen.”

Libyen wolle zudem “tödliche Waffen” von US-Rüstungsunternehmen kaufen und die Botschafter nennen auch Ausbildungsprogramme in Libyen, mit denen das Land in Sicherheitsfragen unterstützt werden soll.

Weitere Depeschen betreffen unter anderem die Philippinen, Bangladesch, Ost-Timor, Burma, Süd Korea, Zimbabwe, Spanien oder Tunesien.

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