Steve Jobs Abschied: Die Folgen für CIOs

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Die Marktexperten sind sich ausnahmsweise einig: Der Abschied von Steve Jobs war genauso zu erwarten wie Tim Cook als Nachfolger und alle sind – zumindest vorerst – zufrieden. Dennoch seien mittelfristig Änderungen in Apples Enterprise-PC-Strategie möglich. Der Markt steht möglicherweise vor einem tiefgreifenden Wandel.

Es ist offensichtlich, dass die Machtübergabe an der Spitze Apples, so reibungslos von Statten geht, wie das Laden einer App. Man ist sich unter Technologie-Experten, wie auch unter Finanzanalysten einig darüber, dass Cook wohl die bestmögliche Wahl für den neuen Apple-CEO war. Dennoch herrscht eine gewisse Skepsis.

“Wir glauben, dass Cook der ideale Kandidat dafür ist, die Rolle des unersetzlichen Steve Jobs zu übernehmen. Wir glauben, dass Jobs letzter Akt als CEO eine weitere seiner großen Errungenschaften ist”, so zum Beispiel Gene Munster, Analyst für Piper Jaffray. Auch wenn Zweifel darüber bestünden, dass Cook im gleichen Maße innovativ wie Jobs sein könne, sei er dennoch die beste Wahl. Außerdem werde Jobs Weg den Hersteller auch weiterhin führen, glaubt Muster.

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Ähnlich äußern sich auch Peter Misek von Jefferies und Colin Gillis. Misek wurde durch Cooks Krisen-Management bei der Einführung des iPad 2 während der Erdbebenkatastrophe in Japan überzeugt. Und Gillis sieht Cook als die ruhige Hand. Mit Jobs im Hintergrund als Chairman habe er weder kurz- noch mittelfristig Bedenken über die Führung und die Vision des Unternehmens. Mit dieser Haltung bekommt Gillis auch Unterstützung von Chris Whitmore von der VMworldDeutschen Bank.

Etwas weniger überzeugt ist Alex Gauna, Analyst bei JMP Securities. Er sieht zwar in Cook einen absolut würdigen Nachfolger. Doch es sei nicht ersichtlich, wie “Apple das Unersetzbare ersetze”. In der Frage, ob Apple so effizient wie bisher bleibt, nehme Gauna daher eine neutrale Haltung ein.

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Scott Sutherland, Analyst für Wedbush, sieht eine solide Produktpipeline in den nächsten Monaten. Er geht aber auch davon aus, dass Apple sich “maßgeblich im Connected-TV-Bereich” engagieren werde.

In einem Blog ruft der Forrester-Analyst Clarence Villanueva jedoch zu einer gewissen Achtsamkeit im Enterprise-Sourcing auf. “Apples Produkt-Roadmap ist bereits für die nächsten 15 bis 18 Monate geplant.” Daher gehe er nicht von signifikanten Veränderungen in der Strategie für Enterprise-PC bei Apple aus. “Doch wenn diese Strategie unter neuer Leitung geändert wird, werden wir auch die Effekte in Apples Enterprise-Strategie sehen.”

Doch die PC-Landschaft werde in den nächsten zwei bis drei Jahren “drastisch anders” sein als heute. Schließlich wolle sich HP von seiner PC-Sparte trennen und Dell werde vermutlich eine eigene Antwort auf die Marktverschiebungen finden. Daher könnte es Sinn machen, den PC-Einkauf zu diversifizieren, um “Risiken zu minimieren”. Chancen sieht der Analyst hingegen beim professionellen Support seitens Apple. Hier lägen für den Hersteller noch ungenutzte Chancen und Möglichkeiten brach.

Villanueva sieht in Cook einen exzellenten Führer für das Tagesgeschäft im PC-Bereich. Solch ein Talent aber, sei meist mit dem Fehlen von Visionen erkauft, warnt der Forrester-Analyst. So sei es möglich, dass, wenn die Innovationskraft von Apple nachlasse, der Unterschied von Apple zu einem normalen PC auf nahezu Null zusammenschrumpft.

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