3D-Online-Spiel lehrt Strom sparen

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Wie kann ich mit intelligentem Stromverbrauch Energiekosten und CO2-Emissionen verringern? Fraunhofer-Forscher haben das 3D-Online-Spiel ‘RED’ (Renewable Energy Drama) entwickelt, das Verbrauchern dabei helfen soll, diese Frage zu beantworten.

Im Projekt ‘Residens’ untersuchten Forscher vom Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT in Erfurt gemeinsam mit der TU Ilmenau, dem Fraunhofer-Anwendungszentrum für Systemtechnik AST in Ilmenau, den Stadtwerken Ilmenau
sowie der Friedrich Schiller Universität Jena, wie Stromkunden motiviert werden können, Energie aus erneuerbaren Quellen effizienter zu nutzen.

“Mit Online-Spielen lassen sich Alltagssituationen sehr anschaulich darstellen”, sagt Imke Hoppe, Wissenschaftlerin am IDMT. “Der Mitmachcharakter unterstützt das Lernen sehr gut, denn der Nutzer erhält jederzeit Feedback. Daher haben wir RED als interaktive 3D-Anwendung konzipiert.”

Bild: Fraunhofer IDMT
Bild: Fraunhofer IDMT

Die Software wendet sich an Erwachsene und Jugendliche. “Wieviel Strom verbrauchen die einzelnen Haushaltsgeräte, welches sind die Energieräuber, liegt die hohe Rechnung an den gestiegenen Preisen oder sind die ständig eingeschalteten Deckenfluter verantwortlich – RED schafft Klarheit. Dabei muss der User nicht einmal viel Zeit investieren, das Spiel dauert nur zehn bis fünfzehn Minuten”, sagt Hoppe.

RED führt durch den Alltag einer dreiköpfigen Familie. Am Bildschirm werden alle Räume eines Hauses dargestellt. Der Anwender gelangt mit seiner Spielfigur ­– einem der Familienmitglieder – in jedes Zimmer und kann per Mausklick übliche Haushaltsaktivitäten erledigen – wie Tiefgefrorenes aufbacken oder Wäsche waschen. Klickt er beispielweise die Waschmaschine an, informiert eine Infobox über den CO2-Verbrauch und die Stromkosten für einen Waschgang, wenn das Gerät voll, zu dreiviertel oder halbvoll beladen ist, und berechnet, wieviel Kosten dadurch in einem Jahr entstehen.

In einem zweiten Modul informiert das Online-Spiel den Anwender, wie er mit Smart Metern Strom sparen kann. Diese elektronischen Stromzähler werden derzeit deutschlandweit in Pilotprojekten bei Energieversorgern getestet. In Neubauten und bei Totalsanierungen müssen sie laut Energiewirtschaftsgesetz seit Januar 2010 eingebaut werden. Smart Meter messen tageszeitabhängig den exakten Stromverbrauch und zeigen die aktuellen Tarife an. So erkennt der Verbraucher Einsparpotentiale und startet zum Beispiel erst nachts – wenn Strom günstig ist – die Spülmaschine. Er erfährt auch, wann Öko-Strom preiswert ist.

Das Modul ‘Strom im eigenen Haushalt sparen’ geht am 29. September 2011 online. Das zweite RED-Modul ‘Strom mit Smart Metern sparen’ schalten die IDMT-Forscher Ende 2011 frei. Das Online-Spiel lässt sich unter www.residens-projekt.de kostenfrei spielen.

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