Intels Thunderbolt donnert auf Windows-PCs

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Das nächste Jahr wird wohl auch Windows-PCs bringen, die mit der neuen Verbindungstechnik Thunderbolt (ehemals Light Peak) von Intel ausgerüstet sind.

So haben die Hersteller Acer und Asus bereits Rechner angekündigt, die Intels USB-Konkurrenten unterstützen sollen. Unter den Thunderbold-Geräten werden auch einige Ultrabooks sein, bestätigte Mooly Eden, Generals Manager für PC Client Devices bei Intel, auf dem derzeit in San Francisco abgehaltenen Intel DeveloperForum (IDF).

Eden demonstrierte auf dem Intel-Event die Leistungsfähigkeit der neuen Technologie, indem er einen Rechner mit einer Reihe von Intel-SSDs via Thunderbolt verband. Damit war es möglich, vier unkomprimierte Videos gleichzeitig abzuspielen – mit einer Geschwindigkeit von rund 700 MBit/s.

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Intel hatte die gemeinsam mit Apple unter dem Namen Light Peak entwickelte Verbindungstechnik Ende Februar vorgestellt. Thunderbolt schafft Datenraten von 10 GBit/s. Es ist nicht nur für Peripheriegeräte gedacht, wo die Technologie mit USB 3.0 konkurriert, sondern dient auch zum Anschluss von Displays, die HD-Auflösungen unterstützen. Somit hat Thunderbolt das Potential auch Monitoranschlüsse zu ermöglichen.

Laut Hersteller handelt es sich um eine Kombination von High-Speed-Daten- und HD-Video-Übertragung in einem Kabel. Thunderbolt vereint demnach zwei Protokolle – PCI Express für den Datentransfer und DisplayPort für Video- und Audiosignale. Mit PCI Express habe man die Möglichkeit, nahezu alle Geräte anzubinden, und DisplayPort unterstütze Monitore mit einer höheren Auflösung als 1080p und bis zu 8 Audiokanälen simultan, heißt es.

Die ersten Geräte mit Thunderbolt-Support, waren Apples im Februar vorgestellte Macbook-Pro-Modelle. Die Baureihe MacBook Air verspricht der Hersteller mit einem EFI-Firmware-Update für Thunderbolt fit zu machen. Das Update hat Apple vor wenigen Tagen veröffentlicht. Damit sind die Notebooks auf das demnächst erscheinende Apple Thunderbolt-Display vorbereitet.

Hewlett-Packard (HP) hatte sich Mitte Mai allerdings gegen den Einsatz von Intels neuer Verbindungstechnik entschieden. Stattdessen setzt das Unternehmen bei Desktop-PCs auf USB 3.0. “Wir haben uns Thunderbolt angesehen”, so ein HP-Sprecher. “Wir prüfen es immer noch, haben aber noch keine Vorteile ausgemacht.” Bei PCs scheine jeder mit USB 3.0 zufrieden zu sein. Bei HP sei man derzeit nicht davon überzeugt, dass eine ausgefallenere Lösung benötigt werde.

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