Gartner: iPad ohne ernste Konkurrenz

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Der Anteil von Apple am Tablet-Markt wächst schneller als der gesamte Tablet-Markt und das iPad bleibt zunächst ohne ernste Konkurrenz. Das geht aus den jüngsten Angaben für den weltweiten Tablet-Markt hervor, die der Marktforscher Gartner vorgelegt hat.

Apple wird demnach 2015 148,7 Millionen iPads verkaufen. 2011 soll der Absatz auf 46,7 Millionen Stück klettern. Das entspricht einer Steigerung von 318 Prozent beziehungsweise einem Marktanteil von 73,4 Prozent. Damit wächst Apple schneller als der gesamte Tablet-Markt, der 2011 ein Volumen von 63,6 Millionen Geräten erreichen soll (plus 261 Prozent). 2012 rechnen die Marktforscher mit 103,5 Millionen verkauften Tablets. 2015 soll die Zahl auf 326,3 Millionen Geräte steigen.

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Android landet in diesem Jahr abgeschlagen auf den zweiten Rang. Apples iPad bleibt Gartner zufolge auch im vierten Quartal und somit während des für die Branche wichtigen Weihnachtsgeschäfts ohne ernste Konkurrenz. 2011 dürften Hersteller insgesamt 11 Millionen Tablets verkaufen, auf denen Googles Mobilbetriebssystem läuft. 2015 kommt Android laut den Hochrechnungen der Analysten auf einen Marktanteil 35 Prozent, was 116 Millionen Tablets entspricht.

“Solange Mitbewerber nicht mit einem vergleichbaren Ansatz kontern können, wird Apples Position nur minimal gefährdet”, sagte Carolina Milanesi, Research Vice President bei Gartner. Apple habe den Tablet-Markt mit viel Voraussicht aufgebaut und bis hin zur Lieferung von Komponenten wie Speicher und Displays geplant. “Das hat es Apple ermöglicht, das iPad zu einem sehr wettbewerbsfähigen Preis und ohne Kompromisse für das Nutzererlebnis herauszubringen.”

2011 werde außer iOS und Android keine andere Tablet-Plattform einen Marktanteil von mehr als 5 Prozent erreichen, schätzten die Analysten. Die größte Konkurrenz drohe beiden Systemen bis 2015 durch Microsoft und Research In Motions QNX. Deren Anteile sollen in vier Jahren bei 10 beziehungsweise 8 Prozent liegen.

Microsoft setzt vor allem auf sein kommendes Betriebssystem Windows 8, das 2012 auf den Markt kommen soll. Erstmals bietet der Softwarekonzern auch eine Version an, die auf ARM-Prozessoren läuft, die wiederum die meisten derzeit erhältlichen Tablets antreiben. Zudem arbeitet das Unternehmen an einer neuen, auf Touch-Bedienung ausgerichteten Oberfläche, die auch Bestandteil der in der vergangenen Woche vorgestellten ersten Preview von Windows 8 ist.

Tablets sind für Microsoft eine Möglichkeit, das Wachstum seines Softwaregeschäfts aufrechtzuerhalten. Gartner erwartet, dass der PC-Markt in diesem Jahr nur um 3,8 Prozent zulegen wird. 2012 sollen sich die PC-Verkaufszahlen wieder erholen und um 10,9 Prozent wachsen.