Modul-Bau: Emissionsfreies Rechenzentrum in Island

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Der Datencenter-Spezialist Verne Global baut derzeit in Island ein Rechenzentrum, das ausschließlich mit Erdwärme und Wasserkraft betrieben wird. Dazu lässt das Unternehmen vorgefertigte Datencenter-Module nach Island verschiffen, die dort dann bis zum Ende des Jahres zu einem 500 Quadratmeter großen Rechenzentrum zusammengesetzt werden.

“Es handelt sich um ein äußerst interessantes Projekt, das den Wandel in der Branche verdeutlicht”, sagt Chris Ingle, Associate Vice President bei IDC. “Die Niederlassung von Verne Global in Island und die zwei eingesetzten Quellen an erneuerbarer Energie bieten eine Kombination aus Nachhaltigkeit und Kostentransparenz.”

Die insgesamt 37 Rechenzentrums-Module stammen vom Netzwerk-Spezialisten Colt. Jeff Monroe, CEO bei Verne Global betont ebenso wie Analyst Ingle, dass der modulare Ansatz flexibler und effizienter sei, als andere Methoden auf dem Markt. ” Dies unterstützt uns in unserer Mission, über das weltweit erste Rechenzentrum zu verfügen, das mit zwei verschiedenen Quellen an erneuerbarer Energie betrieben wird”, sagt Monroe.

Der Standort Island spielt dabei eine wichtige Rolle. Der Standort des Rechenzentrums von Verne Global liege strategisch wertvoll, heißt es in einer Mitteilung von Colt. Die Kunden profitierten von Islands einzigartigen Energiequellen, bestehend aus 100 Prozent Erdwärme und Wasserkraft. Colt habe sein modulares Design angepasst, um das gemäßigte Klima Islands optimal zu nutzen und zu gewährleisten und so das ganze Jahr über eine Kühlung mit Außen- und Frischluft möglich ist.

Fotogalerie: Ungewöhnliche Rechenzentren

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