CIO: Schlafen Sie sich erfolgreich

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Menschen in Führungspositionen leisten viel. In einem Gastbeitrag erklärt der Karriere-Coach John M McKee, wie jeder seine Leistungsfähigkeit ganz einfach steigern kann. Bevor man etwas erreichen kann, geht es zunächst einmal darum erfolgreich nichts zu tun.

Die meisten Führungskräfte bekommen einfach nicht genug Schlaf ab. Die Konsequenz ist, dass sie nicht so erfolgreich sind, wie sie es eigentlich sein könnten, und dass sie auch weniger zufrieden sind, als es ihre Situation zulassen würde.

Bekommt der Mensch zu wenig Schlaf, hat das verschiedene Folgen: Man wird emotionaler, lässt sich leichter ablenken und hat vor allem keinen klaren Kopf. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit von Fehlern steigt. Aber vor allem die Kommunikation mit den Mitmenschen leidet, das heißt, es muss mehr Energie für den Austausch mit den Kollegen aufgebracht werden. Kurzum, man ist einfach nicht so effektiv, wie man es gerne wäre.

Die American Psychological Association (APA) erklärt, dass rund 60 Prozent der Amerikaner an einer Form von Schlaflosigkeit leiden und etwa 40 Prozent werden untertags derart Müde, dass sie in ihren Aufgaben behindert werden.

Dafür, wie viel Schlaf man braucht, gibt es Richtwerte und natürlich kommt es immer auf die Person an. Der Bedarf an Schlaf variiert, aber nicht in dem Maße, wie man das meist annimmt, wie die APA erklärt. Die meisten Menschen sind für einen Tag geschaffen, der etwa 16 Stunden dauert. Manche kommen mit sechs Stunden wunderbar aus, andere brauchen mindestens zehn Schlummerstunden. Der Bedarf an Schlaf hängt aber auch von der Qualität des Schlafes ab und hier gibt es einfache Regeln, die den Schlaf regenerativer machen.

  1. Vor dem Schlafen den Stress abstreifen. Nichts hindert einem stärker am Einschlafen als ein Gedanke, sei er negativ oder positiv, der einem kurz vor dem Einnicken durch den Kopf geht. Die Beschäftigung mit einem Problem stört beim Einschlafen. Hier helfen feste Gewohnheiten vor dem Schlafengehen. Zum Beispiel kann man eine halbe Stunde vorher sich in einen stillen Winkel zurückziehen und alle Fragen des Tages noch einmal durchgehen. Wenn man sich den Fragen des Alltags proaktiv stellt, dann halten einen diese Probleme nicht nur nicht vom Schlafen ab, sondern man schläft auch entspannter und tiefer.

  2. Das Schlafzimmer sollte dunkel und ruhig sein. Aber viele Menschen verwenden eine Uhr mit LED, die den Schlaf beeinträchtigen kann. Die Uhr erhellt den Raum, was beim Schlafen hindern kann. Und wenn man nachts aufwacht, neigt man dazu, auf die Uhr zu schauen. Dieser Input aber unterbricht ebenfalls den erholsamen Schlaf. Und so wacht man manchmal erschöpfter auf, als man zu Bett gegangen ist.

  3. Getränke: Koffein etwa kann sich bis zu 14 Stunden im Körper halten und damit ist man auch 14 Stunden lang besonders wach. Ein Kaffee zu Mittag kann also noch bis Mitternacht nachwirken. Ein Bierchen oder Alkohol in anderer Form hilft vielleicht beim Einschlafen, traktiert den Körper und damit auch den Schlaf beim Abbau mit Schweißausbrüchen, Kopfschmerzen und Albträumen.

  4. Haustiere stören den Schlaf: Wenn die Haustiere sich bewegen, wacht man meist ein wenig auf. Für viele wird das keine Rolle spielen, aber dennoch können Haustiere bis zu einem gewissen Maß den Schlaf beeinträchtigen.

  5. Man mag vielleicht keine Schlafallergie haben, aber Allergien können hier eine große Rolle spielen. Wenn man Schwierigkeiten hat, bei offenem Fenster einzuschlafen, kann das mit Allergenen (Pollen oder Staub) zusammenhängen, die durch das Fenster in die Wohnung gespült werden. So können auch Getränke oder verschiedene Nahrungsmittel leichte allergische Reaktionen hervorrufen. Vor allem Wein kann hier mit einer unerwarteten Reaktion des Körpers den Schlaf ruinieren. Natürlich sollte man kurz vor der Schlafenszeit ohnehin keine großen Mengen mehr zu sich nehmen.

  6. Der Fernseher hat im Schlafzimmer nichts zu suchen. Mancher mag beim Fernsehen einschlafen, aber das Gehirn muss das Gesehene anschließend auch verarbeiten – auch das kann den Schlaf beeinträchtigen, egal was man zuvor angesehen hat.

  7. Aufwachen – Wer nachts aufwacht und nicht mehr einschlafen kann, sollte sich nicht angewöhnen, im Bett zu bleiben, zu lesen, fernzusehen oder sich Sorgen zu machen. Besser ist es dann, für eine Weile aufzustehen.

  8. Wenn man sein Leben und seine Leistungen verbessen will, sollte man auf jeden Fall beim Schlafen anfangen.