Unix-Schöpfer Dennis Ritchie gestorben

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Als Architekt und erster Entwickler der Programmiersprache C sowie als einer der Väter von Unix ist Dennis Ritchie ein wichtiger Teil der IT-Geschichte.

Dennis McAlistair Ritchie bei der Verleihung der National Medal of Technologie durch US-Präsident Bill Clinton. Quelle: Ems2/Wikipedia
Dennis McAlistair Ritchie bei der Verleihung der National Medal of Technologie durch US-Präsident Bill Clinton. Quelle: Ems2/Wikipedia

Wie jetzt bekannt wurde, soll der hoch dekorierte Computerwissenschaftler bereits am Wochenende im Alter von 70 Jahren an den Folgen einer nicht näher bekannten Krankheit gestorben sein, wie sein langjähriger Weggefährte Rob Pike über Google+ mitteilte.

Seit 1967 war Ritchie bei den legendären Bell Labs angestellt. Bei der Entwicklung von Unix nahm er eine zentrale Rolle ein. Auch die Programmiersprache C geht zu großen Teilen auf ‘dmr’, wie er in Anspielung auf seine Mailadresse bei den Bell Labs mit unter genannt wird, zurück. Mit beteiligt waren hier außerdem die Informatiker Ken Thompson und Brian Kernighan. Thompson war auch bereits an der Entwicklung von Unix beteiligt.

Für seine Beiträge für Unix und C erhielt der Harvard-Absolvent 1983 den Turing Award, den er zusammen mit Thompson bekam, 1990 die Richard-W.-Hamming-Medaille des IEEE, 1999 die amerikanische National Medal of Technologie und vor einigen Monaten den Japan Price.

Die Nachricht über seinen Tod hat sein ehemaliger Kollege bei Bell Labs und derzeitiger Google-Angestellter Rob Pike über Google+ verbreitet. Ihm zufolge ist Ritchie bereits am vergangenen Wochenende zu Hause gestorben.

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