Neuer ARM-Chip verbilligt Smartphones

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Ein Smartphone, das heute 500 Dollar kostet, soll sich ab 2013 mit dem neuen hocheffizienten ARM Cortex-A7 schon für 100 Dollar herstellen lassen.

ARM hat mit dem Cortex-A7 eine neue Chip-Architektur vorgestellt, die sowohl in günstigen Smartphones unter 100 Dollar aber auch in Highend-Geräten eingesetzt werden soll, wo es mit dem leistungsfähigeren Cortex-A15 verbaut werden wird.

Wie das Unternehmen auf einer Pressekonferenz in San Francisco mitteilt, wird der A7 der wohl bislang energieeffizienteste Chip sein. Erste Prototypen mit dem Chip wird es im kommenden Jahr geben und ab 2013 wird es auch erste Smartphones auf dem Markt mit dem A7 geben.

Der A7 könnte aber auch Verwendung in sehr leistungsfähigen Smartphones finden. Der A7 wird dann Bestandteil einer Stromspartechnologie sein, die ARM big.Little nennt. Bei big.Little sitzt A7 neben dem A15. Telefonanrufe, Textnachrichten oder andere Funktionen, die wenig Leistung erfordern, wird A7 übernehmen. Spiele, HD-Video oder andere rechenintensiven Anwendungen übernimmt der leistungsstärkere aber auch energiehungrigere A15.

Die neue Cortex-A7-Architektur soll nur noch ein Fünftel des Verbrauchs des Vorgängers haben und 50 Prozent mehr Leistung bieten. Quelle: ARM
Die neue Cortex-A7-Architektur soll nur noch ein Fünftel des Verbrauchs des Vorgängers haben und 50 Prozent mehr Leistung bieten. Quelle: ARM

Bis zu 70 Prozent Energie soll sich auf diese Weise einsparen lassen. ARM will mit big.Little den Spagat zwischen Leistung und Energieeffizienz schaffen. Der A7 werde im 28-Nanometer-Prozess hergestellt. Der neue Prozess zusammen mit der verbesserten Architektur lassen den A7 auf ein Fünftel der Größe des Vorgängers zusammenschrumpfen. Auch der Stromverbrauch werde nur noch 20 Prozent des A8 betragen.

Dennoch, so versichert das britische Unternehmen ARM, werde der A7 auf einer Fläche von 0,5 Quadratmillimetern 50 Prozent mehr Leistung bringen. Die Leistungsaufnahme soll bei 500 Milliwatt liegen. Dabei werden A7 und A15 ein identisches Feature-Set haben. Das bedeutet, dass sämtliche Anwendungen ohne Modifikation auf beiden Chips laufen. Über einen Policy-Manager werde ARM festlegen, welche Anwendung auf welcher CPU laufen soll.

Der Grafik-Spezialist Nvidia setzt mit “Kal-El” auf ein vergleichbares Prinzip. Allerdings werden hier fünf Cortex-A9-Kerne mit einer eigenentwickelten Technologie je nach Bedarf zu oder ab geschaltet.

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