Smartphones: Samsung übertrumpft Apple

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Android schlägt iOS, könnte die Überschrift auch lauten. Im dritten Quartal setzte Samsung deutlich mehr Smartphones ab als Apple.

Das belegen jüngste Zahlen des Marktbeobachters Strategy Analytics. Demnach sicherten sich die Koreaner im weltweiten Smartphone-Markt einen Anteil von 27,8 Prozent, während Apple nur 17,1 Prozent erreichte.

Samsungs Verkaufserfolg rührt von der konsequenten Annahme der Android-Plattform. Das Unternehmen konnte den frühen Erfolg durch sein Flaggschiff-Smartphone Galaxy S in diesem Jahr mit dem Galaxy S2 ausbauen, das noch weit mehr Verbraucher überzeugte. In den USA gelang es Samsung, dieses Modell in angepassten Versionen bei allen führenden Netzbetreibern ins Angebot zu bringen.

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“Samsung hat bewiesen, dass es zumindest kurzfristig möglich ist, sich zu differenzieren und durch das Android-Ökosystem zu wachsen”, kommentiert Alex Spektor, ein Analyst bei Strategy Analytics. Samsungs Marktanteil vervierfachte sich fast gegenüber den 7,5 Prozent des Vorjahres. Apple legte mit einem Plus von 3 Prozentpunkten vergleichsweise wenig zu.

Apples Anteile könnten sich im vierten Quartal durch die Einführung des iPhone 4S in diesem Monat aber wieder deutlicher erhöhen. Neil Mawston von Strategy Analytics erklärt dazu: “Wir glauben, dass Apples Wachstum während des dritten Quartals beeinträchtigt war, da Verbraucher wie Netzbetreiber auf die Einführung des neuen iPhone 4S im vierten Quartal gewartet haben. Dazu kamen wechselhafte wirtschaftliche Bedingungen in einigen Schlüsselmärkten sowie der stärkere Wettbewerb durch Samsungs beliebtes Modell Galaxy S2.”

Insgesamt legten die weltweiten Smartphone-Verkäufe laut Strategy Analytics im dritten Quartal um 44 Prozent auf 117 Millionen Stück zu, ein neuer Rekord. Nokia erlebte jedoch einen weiteren Rückgang der Marktanteile von 26,5 Prozent im Vorjahr auf nur noch 16,8 Prozent, weil sich die Käufer zunehmend für Geräte mit Android oder iOS entschieden. Die Finnen hoffen jetzt mit dem neu vorgestellten Lumia 800 diesen Abwärtstrend stoppen zu können.