Windows XP verliert an Kraft

BetriebssystemEnterpriseManagementSoftwareWorkspace

Im Oktober ist der Marktanteil von Windows XP nach den neuesten Zahlen von Net Applications zum ersten Mal unter 50 Prozent gesunken. Konkret lag er bei 48 Prozent. Windows XP gilt als das am häufigsten verwendete Betriebssystem aller Zeiten – seit der Einführung von Windows 7 vor über zwei Jahren geht der Marktanteil jedoch kontinuierlich zurück.

Microsoft versucht bereits seit längerem Unternehmen und auch Privatanwender dazu zu bewegen, von Windows XP auf Windows 7 umzusteigen. Der Konzern weist immer wieder darauf hin, dass der Support für Windows XP im April 2014 abläuft. Firmenkunden mit XP riet Microsoft erst kürzlich, nicht auf Windows 8 zu warten, sondern sich sofort für Windows 7 zu entscheiden. Ein Grund dafür ist, dass Betriebssystem-Migrationen in Firmen oft lange Vorbereitungen erfordern und Tests wie auch Schulungen für Nutzer Monate dauern können.

In all den Jahren unter Windows XP – 2006 kam Ende November Vista auf den Markt -, hat sich natürlich auch ein gewisser Upgrade-Stau gebildet. Damit erklärt sich zum Teil auch, warum die Wachstumszahlen bei Windows 7 jetzt so steil nach oben zeigen.

“In den ersten sieben Monaten ab Verkaufsstart wurden pro Sekunde durchschnittlich sieben Lizenzen verkauft. Windows 7 ist das am schnellsten wachsende Betriebssystem auf dem Markt”, so Oliver Gürtler, Leiter des Geschäftsbereichs Windows bei Microsoft Deutschland.

Trotz aller XP-Treue: Das Betriebssystem hat sich inzwischen zur Brutstätte von Schadsoftware entwickelt. Auf zwei Drittel aller Windows-XP-Rechner sind heute Rootkits installiert. Bei Windows 7 ist die Quote mit 12 Prozent aber ebenfalls vergleichsweise hoch.